Hubschraubereinsatz gegen Eichenprozessionsspinner in MV geplant
Hubschraubereinsatz gegen Eichenprozessionsspinner in MV geplant

Nach einem unerwartet starken Befall im vergangenen Jahr soll der Eichenprozessionsspinner im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns erneut aus der Luft bekämpft werden. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim plant, per Hubschrauber einen speziellen Wirkstoff auszubringen. Die Planung sei weit fortgeschritten und werde in den nächsten Wochen abgeschlossen.

Die betroffenen Straßenabschnitte liegen ausschließlich im Landkreis Ludwigslust-Parchim und sind lokal begrenzt über den gesamten Kreis verteilt. Je nach Wetterlage soll der Einsatz Mitte bis Ende Mai erfolgen. Zuletzt wurden die Raupen 2023 mit einem Hubschrauber bekämpft.

Im vergangenen Jahr hatte eine unerwartet starke Ausbreitung der gesundheitsgefährdenden Raupen die Behörden überrascht. Der Landkreis sprach von einem Niveau, das zuvor in MV nie dokumentiert worden sei. Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Raupen können beim Menschen stark juckende Hautreaktionen, Augenentzündungen und Atemwegsprobleme verursachen.

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Als Wirkstoff kommt das biologische Biozid Foray ES zum Einsatz, das ungiftig für Menschen und Wirbeltiere ist und selektiv auf Schmetterlingsraupen wirkt. Bienen und andere Insekten seien nicht betroffen. Der Wirkstoff wird mit der Nahrung aufgenommen und tötet die Raupen nach Stunden bis Tagen. Ausgebracht wird er, bevor die Brennhaare ausgebildet sind.

Die zu behandelnden Abschnitte werden auf Basis der Überwachung vom Vorjahr ausgewählt. Der Landkreis und das Landesamt für Gesundheit und Soziales erfassen jährlich an etwa 150 Straßenabschnitten die Anzahl der Nester. Die behandelten Straßen müssen kurzfristig gesperrt werden.

Im vergangenen Sommer wurden bei großer Hitze aufwendig Nester von Experten in Schutzanzügen entfernt. Diese Maßnahme sei jedoch teuer und nur an wenigen Bäumen möglich. Die Faktoren, die die Populationsentwicklung steuern, sind trotz Forschung weiterhin nicht vollständig verstanden.

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