Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, einen internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Klimawandels auszurufen. Dies berichtet der Spiegel unter Berufung auf einen entsprechenden Vorstoß des SPD-Politikers.
Lauterbach argumentiert, die zunehmenden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbrände stellten eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Die WHO solle daher den höchsten Alarmzustand ausrufen, um koordinierte Maßnahmen zu ermöglichen.
Der Minister verwies auf aktuelle Beispiele wie den verheerenden Waldbrand in Portugal im Jahr 2025, der „zunehmend schwerwiegende Auswirkungen“ für Europa habe. Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels seien bereits jetzt spürbar und würden sich ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärfen.
Eine offizielle Reaktion der WHO auf Lauterbachs Forderung steht noch aus. Der Vorstoß reiht sich ein in eine Reihe von Appellen an internationale Organisationen, den Klimawandel als akute Gesundheitskrise anzuerkennen.



