Jörg Opel hat ein Herz für Tiere und er ist besorgt. Um die Tiere im Gemeindepark Lankwitz im Berliner Südwesten – doch was für diesen Park gilt, gilt für alle Tiergehege in der Stadt. „Füttern ist strikt verboten – aus Liebe, aus Verantwortung und zum Schutz der Tiere“, lautet sein Appell an Spaziergängerinnen und Spaziergänger.
Warum Fütterverbote in Parks wichtig sind
Viele Besucher meinen es gut, wenn sie den Rehen Brot, den Ziegen Haferflocken oder den Mufflons Gemüse anbieten. Doch diese vermeintliche Tierliebe kann schwerwiegende Folgen haben. Das Füttern von Wildtieren in städtischen Gehegen ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich. Die Tiere können durch ungeeignetes Futter Verdauungsprobleme bekommen, Übergewicht entwickeln oder ihr natürliches Verhalten verlieren.
Die Gefahren von Fehlernährung
Brot, Haferflocken und Gemüse aus Privathaushalten sind oft nicht artgerecht. Rehe beispielsweise benötigen eine faserreiche Kost; Brot führt zu Gärungen im Pansen und kann tödlich enden. Ziegen und Mufflons reagieren ebenfalls empfindlich auf menschliche Nahrung. Zudem verlernen die Tiere die Futtersuche und werden zutraulich, was sie anfällig für Unfälle und Raubtiere macht.
Appell an die Besucher
Jörg Opel betont: „Aus Liebe zu den Tieren sollte man sie nicht füttern.“ Stattdessen sollten Spaziergänger die natürliche Nahrungsaufnahme der Tiere respektieren und die ausgewiesenen Fütterungsverbote beachten. Die Parkverwaltungen weisen regelmäßig auf die Verbote hin, doch viele Besucher ignorieren sie aus Unwissenheit oder gut gemeinter Absicht.
Vergleichbare Regelungen in Berlin
Das Fütterverbot gilt nicht nur im Gemeindepark Lankwitz, sondern in allen öffentlichen Tiergehegen Berlins. Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz unterstützt diese Regelung: „Das Füttern von Wildtieren in Parks und Grünanlagen ist grundsätzlich untersagt, um die Gesundheit und das natürliche Verhalten der Tiere zu schützen.“ Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden.
Was Besucher stattdessen tun können
Wer den Tieren etwas Gutes tun möchte, kann sich über artgerechte Haltung informieren oder die Arbeit der Parkpfleger unterstützen. „Besser, man beobachtet die Tiere aus der Ferne und freut sich an ihrem natürlichen Verhalten“, rät Opel. Auch Spenden an örtliche Tierschutzvereine sind eine sinnvolle Alternative.



