In Brandenburg steigt die Waldbrandgefahr deutlich an. Pünktlich zu Ostermontag wurde in fast allen Landkreisen die Waldbrandgefahrenstufe 3 von 5 erreicht. Das teilte das Forst- und Umweltministerium mit. Nur in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin gilt die niedrigere Stufe 2.
Die hohe Gefahr ist auf die trockenen Frühlingstage und viel Sonnenschein zurückzuführen. Spaziergänger werden zur Vorsicht aufgerufen, um keine Brände zu verursachen. In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr aufgrund ausgedehnter Kiefernwälder, geringer Niederschläge und sandiger Böden generell hoch.
Die Waldbrandsaison läuft von März bis Ende September. Täglich werden die Gefahrenstufen ermittelt. Zwei Waldbrandzentralen in Wünsdorf und Eberswalde sind besetzt, um Brände früh zu erkennen und ihre Ausbreitung zu verhindern.
Im vergangenen Jahr verlief die Saison glimpflich: 305 Waldbrände wurden registriert, die zusammen rund 247 Hektar betrafen. Zum Vergleich: 2023 gab es bei Jüterbog einen Brand auf 700 Hektar, mehr als 950 Fußballfelder.
Häufigste Ursache für Waldbrände ist fahrlässige Brandstiftung, etwa durch weggeworfene Zigarettenkippen. In Brandenburg ist es ganzjährig verboten, im Wald oder weniger als 50 Meter vom Waldrand entfernt zu rauchen oder Feuer zu machen – auch Grillen an Seeufern in Waldnähe ist untersagt.



