Die insolvente Reederei Meine Fähre stellt ihren Fährverkehr zwischen Norddeich und der Insel Norderney ein. Eine mehrwöchige Suche nach neuen Investoren blieb erfolglos, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Hans-Joachim Berner mitteilte. Die letzte reguläre Fahrt findet am 3. Mai um 18.30 Uhr von Norderney nach Norddeich statt.
Trotz einer guten Auslastung habe das Unternehmen seit rund anderthalb Jahren anhaltend Verluste gemacht, die sich zuletzt noch verschärft hätten. Die rund 20 Beschäftigten der Reederei würden beim Wechsel in neue Arbeitsverhältnisse unterstützt, Löhne und Gehälter seien bis Ende Mai gesichert.
Verhandlungen mit anderen Reedereien als potenzielle Investoren für eine Übernahme hätten nicht in der nötigen Zeit zu einem Ergebnis geführt. In den kommenden Wochen sollen die Fähren und andere Teile des Unternehmensvermögens verwertet werden.
„Die Summe der Belastungen war letztlich zu hoch und Perspektiven zur dauerhaften Sanierung sind nicht absehbar“, sagte Berner. Zur Einstellung des Fährverkehrs habe es daher keine Alternative gegeben.
Die Reederei Meine Fähre hatte im Herbst 2024 mit dem Schiff „Meine Fähre 1“ die Fährlinie aufgenommen. Hinter dem Unternehmen stehen mehrere Gesellschafter, darunter Hoteliers und eine Stiftung. Für die erste Fähre investierten sie einen niedrigen Millionenbetrag.



