Rostocks Handwerkskammer investiert 22 Millionen Euro in moderne Ausbildung
22 Millionen Euro für moderne Handwerksausbildung in Rostock

Rostocks Handwerkskammer startet Mega-Bauprojekt für moderne Ausbildung

In der Schwaaner Landstraße in Rostock entsteht derzeit eines der bedeutendsten Bauvorhaben für die handwerkliche Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern investiert rund 22 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung ihres Hauptverwaltungssitzes sowie des angeschlossenen Handwerkerbildungszentrums. 46 Betriebe aus der Region sind an den umfangreichen Baumaßnahmen beteiligt, die als größtes Bauprojekt in der Geschichte der Handwerkskammer gelten.

Optimale Bedingungen für die handwerkliche Zukunft

Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Hopf betont: „Wir bauen nicht für uns, sondern für unsere Handwerksbetriebe und ihre Mitarbeiter.“ Das erklärte Ziel der Investition ist die Schaffung optimaler Bedingungen für die Aus- und Weiterbildung im Handwerk. Die Handwerkskammer betreut etwa 12.400 Betriebe mit mehr als 60.500 Arbeitnehmern und Lehrlingen in der Region von Kühlungsborn bis Usedom.

Im Handwerkerbildungszentrum Rostock findet die überbetriebliche Ausbildung für nahezu alle Gewerke statt. Jährlich absolvieren hier bis zu 4300 Auszubildende ihre praktische Ausbildung – vom Elektriker über Bäcker und Konditoren bis hin zu Friseuren. Die Modernisierung umfasst vier Bestandsgebäude inklusive des Internats und wird voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein.

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Herzstück: Moderne Multifunktionswerkstatt für Kfz-Berufe

Ein besonderes Highlight der Baumaßnahmen ist der Neubau einer zweistöckigen Halle für das Kfz- und Karosseriebauerhandwerk. Auf 500 Quadratmetern Nutzfläche entsteht für rund 3,6 Millionen Euro die modernste Multifunktionswerkstatt in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Bereits Ende dieses Jahres soll die neue Ausbildungsstätte in Betrieb gehen und sowohl für die Grundausbildung als auch für Meister- und Gesellenfortbildungen genutzt werden.

Parallel dazu werden etwa 25 Werkstätten am Standort modernisiert. Die Metallbauwerkstatt wird demnächst als erste fertiggestellt und übergeben. Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen musste ein Großteil der Ausbildung vorübergehend ausgelagert oder verschoben werden. „Die Situation ist gerade nicht einfach, aber noch akzeptabel“, erklärt Hopf. Verschobene Kurse sollen im Sommer nachgeholt werden.

Starkes Bekenntnis zur dualen Ausbildung

Für Jens-Uwe Hopf stellt die Gesamtinvestition ein deutliches Bekenntnis zur dualen Ausbildung dar. „Wir wollen hier am Standort möglichst viele Berufe anbieten, damit die Leute ihre Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern machen können“, so der Hauptgeschäftsführer. Die Modernisierung sei notwendig, um Auszubildende optimal auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten und den Fachkräftebedarf in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu sichern.

Neben dem Hauptsitz in Rostock unterhält die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern einen weiteren Verwaltungssitz in Neubrandenburg sowie ein weiteres Bildungszentrum in Neustrelitz. Die aktuellen Baumaßnahmen in Rostock umfassen neben der energetischen Sanierung auch die barrierearme Gestaltung der Gebäude – von der Tiefgarage bis zu den Dächern.

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