Berliner Exzellenzverbund erhält weitere Millionen-Förderung für sieben Jahre
Die Berlin University Alliance (BUA), der Verbund der drei großen Berliner Universitäten, sieht sich durch die erneute Förderzusage im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder bestätigt. Der Wissenschaftsrat gab am Mittwochabend bekannt, dass die bisherige Förderung für weitere sieben Jahre fortgesetzt wird. Damit gehört Berlin mit seinem einzigartigen Exzellenzverbund zu den neun geförderten Exzellenzuniversitäten in Deutschland.
Erfolgsmodell mit internationaler Strahlkraft
„Als Mathematiker sage ich mal: Da ist eine Rechnung aufgegangen“, erklärte der Sprecher der BUA und Präsident der Freien Universität Berlin, Günter Ziegler. Er betonte, dass dieser Erfolg nicht nur für Berlin, sondern auch für die Idee des Exzellenzverbundes stehe. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) unterstrich, dass das Berliner Modell mittlerweile nicht nur national, sondern auch international zum Begriff geworden sei.
Zur Berlin University Alliance gehören:
- Die Freie Universität Berlin
- Die Humboldt-Universität zu Berlin
- Die Technische Universität Berlin
- Die Charité-Universitätsmedizin Berlin
Diese Institutionen setzen auf unterschiedlichsten Ebenen auf intensive Kooperation und wissenschaftlichen Austausch.
Finanzielle Details noch unklar
Die genaue Höhe der Fördergelder ab Anfang 2027 steht noch nicht fest. „Wie viel wir bekommen, erfahren wir im Oktober“, sagte Ziegler und nannte als Größenordnung etwa 20 Millionen Euro pro Jahr. Der Berliner Exzellenzverbund warnt jedoch gleichzeitig vor möglichen Kürzungen in der Grundfinanzierung.
Die Präsidentin der Humboldt-Universität, Julia von Blumenthal, machte deutlich: „Der Senat kann sich da nicht ausruhen.“ Die weiteren Fördergelder bedeuteten keinesfalls, dass im Haushalt Mittel gestrichen werden könnten. „Wir brauchen eine verlässliche Grundfinanzierung“, forderte sie.
Historische Bedeutung des Verbundes
Die Berlin University Alliance war der erste Exzellenzverbund in Deutschland überhaupt und wird seit 2019 im Zuge der Exzellenzstrategie vom Bund und vom Land Berlin gefördert. Ziegler betonte, dass der Erfolg bei der Evaluation mit und nicht trotz der Berliner Politik möglich geworden sei. Gleichzeitig verwies er auf die Herausforderungen: „Zu dem ganzen Spiel gehören natürlich die Kürzungen dazu.“
Der Verbund wird deshalb künftig weiter darum streiten, wie sich sicherstellen lasse, dass die Exzellenz tatsächlich strahlen könne. Die Fortsetzung der Förderung für weitere sieben Jahre stellt eine wichtige Weichenstellung für die Berliner Wissenschaftslandschaft dar und unterstreicht die Bedeutung kooperativer Forschungsansätze in der deutschen Hochschulpolitik.



