Fatma Deniz als neue TU-Präsidentin eingeführt – Feierlicher Amtsantritt zum 80. Jubiläum
Fatma Deniz als neue TU-Präsidentin eingeführt

Feierliche Amtseinführung von Fatma Deniz an der TU Berlin

Die Technische Universität Berlin hat am Donnerstag ihre neue Präsidentin Fatma Deniz in einem festlichen Akt im Audimax der Universität in ihr Amt eingeführt. Die 43-jährige Mathematik-Professorin hatte ihr Amt offiziell bereits am 1. April angetreten, doch die feierliche Zeremonie fand nun im Rahmen des 80-jährigen Bestehens der renommierten Bildungseinrichtung statt.

Eine Präsidentin mit internationaler Biografie

Fatma Deniz, die in der Türkei aufwuchs und später Informatik an der Technischen Universität München studierte, ist seit 2023 Professorin für Informatik an der TU Berlin. Ihre Ernennung zur Präsidentin markiert einen bedeutenden Schritt in der Geschichte der Universität. In ihrer Festrede betonte sie die Bedeutung der technischen Bildung und Forschung für die Zukunft Deutschlands.

80 Jahre TU Berlin: Eine bewegte Geschichte

Der Festakt fiel mit einem besonderen Jubiläum zusammen: Vor genau 80 Jahren, im Jahr 1946, wurde die TU Berlin im zerstörten Nachkriegs-Berlin neu gegründet. Obwohl es Vorgängereinrichtungen gab, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, entschied sich die Universität bewusst für eine Neueröffnung, um einen klaren Bruch mit der NS-Vergangenheit zu demonstrieren.

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Der Audimax, in dem die Amtseinführung stattfand, ist selbst ein historischer Ort. Hier hielt bereits Rudi Dutschke im Februar 1968 beim Internationalen Vietnamkongress vor etwa 5.000 Teilnehmern eine Rede. Im physikalischen Hörsaal der Universität tagte der Deutsche Bundestag 1955 erstmals in Berlin. Zudem wurde an der TU Berlin 1978 die erste Informatik-Professur im deutschsprachigen Raum von einer Frau besetzt: Christiane Floyd übernahm damals diese Pionierrolle.

Große Herausforderungen für die Zukunft

Trotz des feierlichen Anlasses steht die TU Berlin vor erheblichen Herausforderungen. Viele Gebäude der Universität sind in einem maroden Zustand, und der Sanierungsstau beläuft sich auf insgesamt 2,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig muss die Hochschule sparen: Bis Ende 2028 müssen dauerhaft 65 Millionen Euro gekürzt werden, was die finanzielle Lage zusätzlich verschärft.

Die neue Präsidentin Fatma Deniz wird in den kommenden Jahren nicht nur das akademische Profil der Universität stärken müssen, sondern auch die dringend benötigten Sanierungsmaßnahmen vorantreiben und innovative Lösungen für die budgetären Einschränkungen finden. Ihr Amtsantritt fällt somit in eine Phase, die sowohl von historischer Bedeutung als auch von zukunftsweisenden Entscheidungen geprägt ist.

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