Flashmob in Potsdam richtet sich gegen massive Kürzungen im Bildungsbereich
Die Inklusion an Potsdamer Schulen ist akut gefährdet, weil dringend benötigte Förderstunden gestrichen werden und Unterricht regelmäßig ausfällt. Eltern berichten eindringlich von den gravierenden Auswirkungen der Sparmaßnahmen der Landesregierung auf den Schulalltag ihrer Kinder.
Konkrete Betroffenheit einer Potsdamer Familie
Die beiden Töchter von Jacobine Filippov haben die Folgen des Sparkurses unmittelbar zu spüren bekommen. Zu Beginn des laufenden Schuljahres mussten sich deren Lieblingslehrerinnen von der Grundschule im Bornstedter Feld verabschieden – nicht aus freien Stücken, sondern aufgrund eines Überhangs an Unterrichtsstunden. Seit dem Sommer ist jede Lehrkraft verpflichtet, eine Stunde mehr zu unterrichten, was zu personellen Engpässen und unfreiwilligen Abgängen führt.
Die gestrichenen Förderstunden beeinträchtigen insbesondere Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf, wodurch das Prinzip der Inklusion systematisch ausgehöhlt wird. Eltern beklagen, dass individuelle Förderung kaum noch möglich ist und die Qualität des Unterrichts deutlich leidet. Der Flashmob in der Potsdamer Innenstadt setzt ein deutliches Zeichen gegen diese Entwicklung und fordert eine Kehrtwende in der Bildungspolitik.
Die Protestierenden machen darauf aufmerksam, dass langfristige Sparmaßnahmen im Bildungssektor die Zukunftschancen einer ganzen Generation gefährden. Sie fordern von der Landesregierung eine ausreichende Finanzierung der Schulen, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden und die Inklusion nachhaltig zu sichern.



