Grundschule Ducherow bezieht sanierte Räume - Millionen-Neubau startet bald
Mit Beginn des neuen Schulhalbjahres kehrt Normalität in die Ducherower Lindenschule ein. Bis auf zwei vierte Klassen können alle Grundschüler wieder in ihren angestammten Klassenzimmern unterrichtet werden. Dieser erste Bauabschnitt markiert einen wichtigen Meilenstein in der umfassenden Sanierung der Bildungseinrichtung, die bis 2029 vollständig abgeschlossen sein soll.
Modernisierung mit digitalem Fokus
Der abgeschlossene Sanierungsabschnitt umfasst neben mehreren Klassenräumen auch die Mensa, das Computerkabinett, den Kunstraum sowie Räumlichkeiten im Obergeschoss, die für den Ganztagsbetrieb genutzt werden. Besonders hervorzuheben ist die umfassende Digitalisierung: Alle Klassenräume sind nun mit digitalen Tafeln und WLAN ausgestattet, wie Bürgermeister Martin Weitmann bestätigt. Für diese Modernisierungsmaßnahmen wurden rund 144.000 Euro aus dem Digitalpakt Schule eingesetzt.
„Auch die Aula erstrahlt in neuen Farben, und die sanitären Anlagen wurden komplett erneuert“, zählt Weitmann weiter auf. Einziger Wermutstropfen: Das Mobiliar bleibt vorerst das alte. Während der Winterferien stemmten Hausmeister und Gemeindearbeiter den Umzug, sodass nur noch Restarbeiten anstehen.
Neuer Schulhof mit grünem Klassenzimmer
Ein besonderes Highlight der Sanierung: Jedes Klassenzimmer verfügt nun über einen eigenen Zugang zum neu gestalteten Schulhof hinter dem Gebäude. Sobald die Witterung es zulässt, beginnen dort die Arbeiten an Wegen, Bepflanzungen, Spielgeräten und Sitzmöglichkeiten. Besonders innovativ ist das geplante grüne Klassenzimmer, in dem künftig Unterricht im Freien stattfinden kann.
Zweiter Bauabschnitt und Millionen-Neubau
Parallel zur Schulhofgestaltung könnte direkt mit dem zweiten Sanierungsabschnitt begonnen werden. Dabei handelt es sich um den Abriss des verbliebenen Altbautrakts und die Sanierung der restlichen fünf Räume. Obwohl dies der kleinere Bauabschnitt ist, rechnet Bürgermeister Weitmann mit einer Bauzeit bis Sommer 2027.
Das wirklich große Bauprojekt steht jedoch noch bevor: Der Neubau für die Regionale Schule Ducherow, der auf dem ehemaligen Schulhof in direkter Nachbarschaft zur Grundschule entstehen soll. Mittlerweile liegt die Baugenehmigung vor, und die Ausschreibungen für erste Gewerke sind abgeschlossen. Sobald das Wetter mitspielt, kann mit der Baugründung begonnen werden.
Kostenexplosion befürchtet
In der Planungsphase vor etwa anderthalb Jahren wurden die Gesamtkosten für den Ersatzneubau auf rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Bürgermeister Weitmann ist jedoch überzeugt, dass diese Summe nicht ausreichen wird. „Mal sehen, wo wir am Ende landen“, kommentiert er die erwartete Kostensteigerung. Bislang müsste die Gemeinde die Hälfte der Kosten (7,5 Millionen Euro) übernehmen, während der Landkreis die andere Hälfte aus dem Schulbauprogramm fördert.
Weitmann hat bereits erfahren, dass keine Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes zu erwarten sind, obwohl diese eigentlich ebenfalls in Bildungseinrichtungen fließen sollen. Dennoch bleibt der Bürgermeister optimistisch und will weitere Förderprogramme prüfen, um den Eigenanteil der Gemeinde möglichst gering zu halten.
Langfristige Perspektive bis 2029
Die finale Fertigstellung aller Bauarbeiten ist für das Jahr 2029 geplant. Erst dann wird der sogenannte „T12“-Trakt aus DDR-Zeiten abgerissen. Bis dahin durchläuft die Ducherower Schullandschaft eine bemerkenswerte Transformation – von der grundlegenden Sanierung bestehender Räume über die digitale Aufrüstung bis hin zum Millionen-Neubau für die weiterführende Schule.
Die Gemeinde Ducherow investiert damit nicht nur in moderne Bildungsinfrastruktur, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen für die Zukunftsfähigkeit ihrer Schulen. Trotz der finanziellen Herausforderungen und der langen Bauzeit zeigt das Projekt, wie kommunales Engagement und überregionale Förderprogramme gemeinsam Bildungseinrichtungen nachhaltig verbessern können.



