Keine Professur für Désirée Nick: Hochschule korrigiert Reality-Star
Die schillernde Entertainerin Désirée Nick (69) wird entgegen ihrer eigenen Ankündigung doch keine Professur an der Macromedia University in München innehaben. Die Hochschule hat sich nun deutlich von den Aussagen der Reality-TV-Persönlichkeit distanziert und klargestellt, dass es sich lediglich um einen einmaligen Gastbeitrag handelte.
Von der Trash-Trainerin zur Gastrednerin
Vor etwa einer Woche hatte Désirée Nick gegenüber BILD verkündet, sie werde künftig als Honorarprofessorin an der Macromedia University unterrichten. „Ich bin jetzt Trash-Trainerin! Und ab sofort Professorin h.c. an der Macromedia Akademie in München mit vier Vorlesungen zum Thema ,Berufsbild Reality-Star‘“, so die selbsternannte Expertin. Sie betonte, aus Reality-TV eine ganze Industrie gemacht zu haben.
Doch die Hochschule sieht dies völlig anders. Eine Sprecherin der Macromedia University ließ gegenüber BILD ausrichten: „Als Hochschule legen wir großen Wert auf die Qualität und Integrität unserer Lehre sowie auf klar definierte akademische Rollen und Verfahren.“ Gastbeiträge externer Persönlichkeiten seien zwar etabliert, begründeten jedoch keine akademische Position.
Klare Abgrenzung der Hochschule
Die Universität bestätigte zwar, dass Désirée Nick in der vergangenen Woche an der Münchner Akademie zu Gast war. Allerdings handelte es sich dabei um einen einmaligen, kurzen Gastbeitrag während einer Unterrichtspause, der weder im Rahmen eines Lehrauftrags noch in einer sonstigen akademischen Funktion stattfand.
Die Verleihung einer Honorarprofessur folge an der Macromedia University einem klar geregelten, mehrstufigen Verfahren und setze nachgewiesene wissenschaftliche Qualifikation oder herausragende Leistungen in der Praxis voraus. Damit stellt die Hochschule unmissverständlich klar, dass Nicks Auftritt keinen Professorenstatus begründet.
Désirée Nicks Reaktion auf die Distanzierung
Die Entertainerin zeigte sich wenig beeindruckt von der offiziellen Korrektur der Hochschule. Zu BILD sagte sie: „Wir sind in einem Reality-Format wie ,Die Realitystar Academy‘ weder vor Gericht noch bei der Polizei.“ Sie betonte, dass Studierende ihre Kompetenzen zum Fach Reality mit größter Begeisterung für ihre Bachelor-Arbeit verwerten konnten.
An die Macromedia University ließ Désirée Nick ausrichten: „Nun lernen diese Pfeifen wenigstens, was real Marketing bedeutet.“ Sie kündigte sogar an, eine Rechnung für die erfolgte PR-Arbeit ausstellen zu müssen, da die Akademie ihren umfangreichen Einsatz herunterspiele. „Es ist ja nicht real, gratis zu arbeiten, wenn man an einer Akademie 45 Minuten eine Vorlesung hält“, so die selbstbewusste Reality-Star.
Akademische Standards versus Reality-TV
Der Fall zeigt die Spannung zwischen akademischen Standards und der Welt des Reality-TV. Während Désirée Nick ihren Auftritt als wertvollen Beitrag für die Studierenden darstellt, betont die Hochschule die Notwendigkeit formaler Qualifikationen und Verfahren für akademische Positionen.
Die Macromedia University unterstrich, dass Gastbeiträge von externen Persönlichkeiten durchaus willkommen seien, um Studierenden zusätzliche Impulse aus Praxis, Kultur und Öffentlichkeit zu vermitteln. Allerdings müssten dabei die Grenzen zwischen informellen Beiträgen und offiziellen akademischen Funktionen klar eingehalten werden.
Désirée Nick verwies darauf, dass inzwischen diverse Anfragen auch von anderen Akademien in Deutschland vorlägen. Ob es dabei zu weiteren Verwechslungen zwischen Gastauftritten und Professuren kommen wird, bleibt abzuwarten.



