Malchiner Regionalschule nach Umbau: Über 80 Inklusionsschüler lernen gemeinsam
Malchiner Schule: Über 80 Inklusionsschüler nach Umbau

Malchiner Regionalschule nach vierjährigem Umbau wiedereröffnet

Nach einer umfangreichen Bauphase von vier Jahren ist die Siegfried-Marcus-Schule in Malchin wieder vollständig in Betrieb. Der stellvertretende Schulleiter Andreas Teggatz präsentierte die neu gestalteten Räumlichkeiten, die speziell auf das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ausgerichtet sind. Derzeit besuchen mehr als 80 Inklusionsschüler die Einrichtung, was knapp einem Fünftel der gesamten Schülerschaft entspricht.

Barrierefreiheit und spezielle Lernräume im Fokus

Schwerpunkt der umfassenden Sanierungsarbeiten war die Schaffung einer barrierefreien und inklusiven Lernumgebung. Die Flure wurden mit farbigen Markierungen für sehbehinderte Kinder versehen, und das Schulhaus verfügt nun über einen modernen Aufzug sowie eine behindertengerechte Toilette mit Alarmknopf. Besonders hervorzuheben sind die neu eingerichteten Sonderpädagogik-Räume, die für Kleinstgruppen mit vier bis fünf Kindern konzipiert wurden.

Für die Betreuung der Inklusionsschüler stehen zwei ausgebildete Sonderpädagogen und eine unterrichtsbegleitende Fachkraft zur Verfügung. Die Lernpläne orientieren sich an den bewährten Konzepten der Förderschulen, was nach Aussage von Andreas Teggatz nicht an allen Regelschulen Standard ist. „Das haben nicht viele Schulen“, betonte der stellvertretende Schulleiter während der Vorstellung der neuen Ausstattung.

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Inklusion im Spannungsfeld der Bildungspolitik

Als Inklusionsschüler gelten Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die gemeinsam mit Gleichaltrigen ohne Lernbeeinträchtigungen an Regelschulen unterrichtet werden. Die hohe Zahl von über 80 Inklusionsschülern an der Malchiner Regionalschule gewinnt vor dem Hintergrund aktueller bildungspolitischer Diskussionen besondere Bedeutung.

Das Schweriner Bildungsministerium plant nämlich, Förderschulen deutlich länger als ursprünglich vorgesehen weiterzubetreiben. Auch in Malchin existiert eine solche Förderschule, was die Frage aufwirft, ob die Regionalschule weiterhin als Inklusionseinrichtung benötigt wird. Andreas Teggatz äußerte sich zu diesen Themen anlässlich eines Besuchs des Schul- und Sozialausschusses in der umgebauten Siegfried-Marcus-Schule.

Die Wiedereröffnung der Schule Ende Februar markiert einen wichtigen Schritt in der regionalen Bildungslandschaft. Mit den umfassenden baulichen Anpassungen und dem pädagogischen Konzept setzt die Einrichtung neue Maßstäbe für inklusiven Unterricht in der Region Mecklenburgische Schweiz.

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