Parchim legt Grundstein für neuen Hort: Platz für 234 Kinder am künftigen Schulcampus
Parchim: Grundsteinlegung für neuen Hort mit 234 Plätzen

Parchim startet Millionenprojekt: Neuer Hort für 234 Kinder am Schulcampus

Mit einer feierlichen Zeremonie hat die Stadt Parchim am Montag, dem 20. April 2026, den Grundstein für ein bedeutendes Bauvorhaben gelegt. Der neue Hort am künftigen Schulcampus Wallallee markiert einen wichtigen Schritt in der Bildungsinfrastruktur der Stadt. Rund 2,74 Millionen Euro investiert Parchim in dieses moderne Gebäude, das künftig Platz für 234 Kinder bieten wird. Bemerkenswert ist die hohe Förderquote: 85 Prozent der Kosten werden über das „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern getragen.

Eingeschossiger Neubau als kostengünstige Lösung

Die Entscheidung für einen Neubau fiel, nachdem sich das alte Hortgebäude als nicht mehr sinnvoll sanierbar erwiesen hatte. Statische Probleme machten eine Sanierung unmöglich. Nach der Prüfung verschiedener Varianten entschied sich die Stadt schließlich für eine pragmatische Lösung: ein eingeschossiges Gebäude statt des ursprünglich geplanten zweigeschossigen Entwurfs. Diese Entscheidung trägt maßgeblich zur Kosteneffizienz bei.

„Durch eine intelligente Raumaufteilung und die Erhöhung der doppelt genutzten Flächen auf 50 Prozent wird der verfügbare Platz bestmöglich ausgenutzt“, erklärt die Stadtverwaltung. Dieser Ansatz ermöglicht es, trotz der einfacheren Bauweise einen hochfunktionalen Hort zu schaffen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bauarbeiten bei laufendem Betrieb

Besonders herausfordernd ist die Tatsache, dass die Bauarbeiten bei vollständig laufendem Schul- und Hortbetrieb durchgeführt werden. Der Abriss des alten Gebäudes erfolgte bereits während der Winterferien im Februar. Zuerst wurde das Gebäude entkernt und schadstofffrei gemacht, bevor der vollständige Rückbau erfolgte. Mit der nun erfolgten Grundsteinlegung beginnt die nächste Phase: der Hochbau.

Zeitkapsel als Gruß an die Zukunft

Ein besonderes Highlight der Grundsteinlegung war das Versenken einer Zeitkapsel. Diese enthält:

  • Die aktuellen Baupläne des Projekts
  • Kinderzeichnungen von Schülerinnen und Schülern
  • Eine aktuelle Tageszeitung
  • Euro-Münzen aus dem Jahr 2026
  • Die Festschrift zum 800-jährigen Stadtjubiläum Parchims

Diese Zeitkapsel soll als historisches Dokument und Gruß an kommende Generationen dienen.

Investition in die Zukunft trotz angespannter Haushaltslage

Bürgermeister Dirk Flörke unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Dieses Gebäude ist eine Investition in unsere Kinder und damit in die Zukunft unserer Stadt.“ Trotz der angespannten Haushaltslage sei es gelungen, ein qualitativ hochwertiges und durchdachtes Vorhaben umzusetzen. Der Bürgermeister betonte, dass solche Investitionen gerade in finanziell schwierigen Zeiten besonders wichtig seien.

Teil eines größeren Campus-Umbaus

Der Hortneubau ist nicht isoliert zu betrachten, sondern Teil eines umfassenden Umbauprojekts. Die ehemalige Grund- und Regionalschule „Johann Wolfgang von Goethe“ wird schrittweise zu einem modernen Grundschulcampus mit angeschlossenem Hort umgestaltet. Nach dem bereits erfolgten Umzug der Regionalschule in die Regimentsvorstadt stehen weitere Baumaßnahmen an:

  1. Die Errichtung einer neuen Mensa
  2. Die umfassende Sanierung des historischen Schulgebäudes aus dem Jahr 1890
  3. Weitere Modernisierungsmaßnahmen auf dem Campusgelände

Dieser schrittweise Umbau ermöglicht es, den Schulbetrieb kontinuierlich aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig die Infrastruktur nachhaltig verbessert wird. Das Projekt zeigt, wie Parchim trotz finanzieller Herausforderungen in die Bildungszukunft investiert und damit ein klares Signal für die Bedeutung von qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung setzt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration