Ausbildungsbörse in Parchim: 650 Schüler erkunden Berufsperspektiven in der Region
Parchimer Ausbildungsmesse lockt 650 Schüler an

Ausbildungsbörse in Parchim: 650 Schüler erkunden Berufsperspektiven in der Region

Die Frage „Was soll ich, was will ich werden?“ beschäftigt viele junge Menschen, wenn der Schulabschluss näher rückt. Eine Antwort darauf könnte die gut besuchte Ausbildungsmesse in Parchim geliefert haben, die kürzlich in der Stadthalle stattfand.

Stadthalle reichte nicht aus: 55 Firmen präsentierten sich

Das Interesse war so groß, dass die Kapazitäten der Stadthalle nicht ausreichten. Ein Teil der 55 teilnehmenden Unternehmen musste in den Außenbereich ausweichen. Dank einer guten Organisation und des freundlichen Wetters stellte dies jedoch kein Problem dar. Rund 650 Schüler verschiedener Jahrgangsstufen nutzten die Gelegenheit, sich über unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Breites Angebot aus diversen Branchen

Das Spektrum der präsentierten Berufe war äußerst vielfältig. Von einer Bäckerei über das Gaststätten- und Hotelgewerbe bis hin zu technischen und handwerklichen Berufen war für nahezu jedes Interesse etwas dabei. Leon Schwarz, ein Elftklässler, erkundigte sich am Stand eines lebensmittelverarbeitenden Betriebes. „Ich suche nach einer Ausbildung, die zu meiner Affinität für Chemie passt“, erklärte er. Christiane Orlowski, die ihn beriet, sah gute Chancen für eine duale Ausbildung, die Studium und praktische Ausbildung verbindet.

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Von Industriemechanikern bis Tischlern: Konkrete Berufswünsche

Omar, ein Achtklässler aus Syrien, zeigte sich an technischen Berufen interessiert und könnte sich eine Ausbildung als Industriemechaniker vorstellen. Sein gleichaltriger Mitschüler Jonas aus Parchim hingegen möchte gern Tischler werden. „Ich möchte auf jeden Fall mit den Händen arbeiten“, betonte er, blieb aber auch für andere Möglichkeiten offen.

Berufsorientierung für Unentschlossene

Während einige Besucher mit klaren Vorstellungen zur Messe kamen, hatten sich andere noch keine Gedanken über ihren künftigen Berufsweg gemacht. Peggy Hildebrand vom Unternehmerverband, die die Veranstaltung mitorganisierte, betonte: „Hier sehen viele Jugendliche erstmals, wie breit das Spektrum möglicher Ausbildungsberufe ist. Wir raten in solchen Fällen, sich in verschiedenen Bereichen durch Praktika auszuprobieren.“ Auf diese Weise könnten junge Menschen herausfinden, welche Berufszweige ihnen liegen – und welche nicht.

Werbung für Pflegeberufe: Zukunftssicher und abwechslungsreich

Auszubildende in der Pflege sind nach wie vor stark gefragt. Jennifer Künkels, Ausbildungsleiterin, hob die Vorteile des Berufs hervor: „Es ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit direktem Feedback von den Menschen. Die Branche ist zukunftssicher und bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bei zunehmend attraktiver Bezahlung.“

Bürgermeister Dirk Flörke: „Nur wer bleibt, kann die Region mitgestalten“

Bürgermeister Dirk Flörke, der die Schirmherrschaft für die Messe übernommen hatte, eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und dem Unternehmerverband. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach mehreren Jahren wieder eine Berufsorientierungsmesse in der Kreisstadt etablieren können“, sagte er. „Auch hier gibt es spannende Angebote für Berufsstarter. Und nur wer bleibt oder wiederkommt, kann unsere Region aktiv mitgestalten.“

Kommunale Institutionen werben um Nachwuchs

Neben Privatunternehmen präsentierten sich auch kommunale Einrichtungen auf der Messe. Die Parchimer Stadtwerke und die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP) warben um junge Talente. Am Ende der Veranstaltung waren überwiegend zufriedene Gesichter zu sehen, und eine Wiederholung der Ausbildungsbörse scheint sicher.

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