Regelwahn an Frankfurter Schule: Wachmann bewacht zu niedriges Treppengeländer
Regelwahn: Wachmann bewacht zu niedriges Schulgeländer

Deutscher Regelwahn: Wachmann bewacht Schultreppengeländer in Frankfurt

Ein absurder Fall von übertriebener Bürokratie hat sich an der Theobald-Ziegler-Grundschule in Frankfurt ereignet. Vier Wochen lang bewachte ein Sicherheitsdienst ein Treppengeländer, das angeblich einige Zentimeter zu niedrig war. Das Geländer war weder marode noch wackelig, doch eine geänderte Vorschrift machte es plötzlich zum Sicherheitsrisiko.

20.000 Euro für Wachschutz statt Geländerreparatur

Statt das Geländer einfach auszutauschen, entschied sich die zuständige Behörde für eine teure Zwischenlösung: Ein Wachmann wurde für vier Wochen engagiert, was stolze 20.000 Euro kostete. Anschließend wurde das Geländer mit Pressspanplatten auf die vorschriftsmäßige Höhe gebracht - für weitere 28.000 Euro. Zum Vergleich: Das gesamte Jahresbudget der Schule beträgt nur 14.000 Euro.

„Generationen von Schülern sind diese Treppe problemlos benutzt, doch plötzlich wird aus einer jahrzehntealten Einrichtung ein Sicherheitsrisiko“, kommentiert eine besorgte Beobachterin die Situation. Elternbeirat und Schulleitung sind verständlicherweise empört über diese Verschwendung öffentlicher Mittel.

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Symbol für ein überreguliertes System

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für ein System, das Probleme verwaltet statt löst. In ganz Deutschland werden Spielplätze geschlossen, Straßen gesperrt und öffentliche Einrichtungen lahmgelegt, weil irgendwelche Normen nicht eingehalten werden oder Zertifikate fehlen.

„Wir haben ein System geschaffen, in dem es einfach ist, immer neue Vorschriften zu erfinden, aber schier unmöglich, alte, überflüssige abzuschaffen“, kritisiert eine Expertin. Der gesunde Menschenverstand scheint in deutschen Behörden mittlerweile als Risiko zu gelten.

Forderung nach Verhältnismäßigkeit und Bürokratieabbau

Natürlich brauchen wir Sicherheitsstandards und müssen Kinder schützen. Doch was in Frankfurt passiert ist, hat mit sinnvoller Fürsorge nichts mehr zu tun. Es ist reiner Regelwahn, der wertvolle Ressourcen bindet, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.

Schulkinder benötigen intakte Turngeräte, funktionierende Toiletten und gut ausgestattete Klassenzimmer - keine Wachmänner, die Treppengeländer bewachen. Viele fordern daher ein radikales Prinzip: Für jede neue Vorschrift muss mindestens eine alte wegfallen.

Der Frankfurter Treppen-Schildbürgerstreich zeigt deutlich, dass der Staat sich im Vorschriftendschungel verirrt hat. Es wird Zeit für die Machete, um diesen bürokratischen Wildwuchs einzudämmen und wieder zu praktischen Lösungen zurückzukehren.

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