Zweite Chance in der Uckermark: Schulabschluss nachholen und Berufsperspektiven sichern
Schulabschluss nachholen in der Uckermark: Zweite Chance nutzen

Zweite Chance für Jugendliche: Schulabschluss in der Uckermark nachholen

Ein Hauptschulabschluss gilt in Deutschland als grundlegende Voraussetzung für den Einstieg in eine Berufsausbildung. Dennoch verlassen jedes Jahr junge Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen heraus die Schule ohne diesen wichtigen Abschluss – und damit ohne unmittelbare Perspektive auf einen Ausbildungsplatz. In der Uckermark gibt es nun ein bewährtes Angebot, das Abhilfe schafft und neue Wege eröffnet.

Tag der offenen Tür informiert über Bildungsmöglichkeiten

Welche konkreten Möglichkeiten es gibt, den Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen, darüber informiert ein spezieller Tag der offenen Tür in Prenzlau. Interessierte Jugendliche und ihre Familien erhalten dabei umfassende Einblicke in Ablauf, Inhalte und Zugangsvoraussetzungen des Lehrgangs. Fachleute erläutern zudem detailliert, unter welchen Bedingungen eine finanzielle Förderung durch das Jobcenter möglich ist.

Kooperationsprojekt mit überzeugender Bilanz

Das Bildungsprojekt wird vom Jobcenter Uckermark in enger Kooperation mit dem Angermünder Bildungswerk (ABW) und der Ehm-Welk-Schule durchgeführt. „Wir möchten Jugendlichen ermöglichen, den Hauptschulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg zu erwerben“, erklärt Projektlehrerin Katrin Walczynski. „Damit unterstützen wir sowohl die regionale Wirtschaft bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs als auch die Jugendlichen selbst, die sich neue Chancen auf dem Ausbildungsmarkt eröffnen.“

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Im Rahmen eines durch das Jobcenter finanzierten Lehrgangs werden die Teilnehmer innerhalb eines Schuljahres gezielt auf die sogenannte Nichtschülerprüfung vorbereitet. Ein engagiertes Lehrerteam vermittelt und vertieft dabei fundierte Kenntnisse in folgenden Fächern:

  • Mathematik
  • Deutsch
  • Geschichte
  • Biologie
  • Politische Bildung

Praxisnahe Vorbereitung mit nachhaltiger Wirkung

Ergänzt wird der theoretische Unterricht durch berufspraktische Erprobungen in regionalen Unternehmen. Diese Praxiseinheiten ermöglichen wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt und schaffen frühzeitig Kontakte zu potenziellen Ausbildungsbetrieben. Die Bilanz des seit über zwölf Jahren erfolgreich umgesetzten Projekts ist beeindruckend: Rund 90 Prozent der Teilnehmer bestehen ihren Schulabschluss und können anschließend in eine Ausbildung oder weiterführende Maßnahmen vermittelt werden.

Viele Absolventen entscheiden sich laut Angaben des ABW darüber hinaus, den erweiterten Hauptschulabschluss anzustreben – ein weiterer Beleg für die nachhaltige Wirkung und Motivation, die dieses Programm bei den Jugendlichen weckt.

Investition in die Zukunft der Region

Mit diesem gezielten Bildungsangebot wird nicht nur in die Zukunft junger Menschen investiert, sondern gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in der strukturschwachen Region Uckermark geleistet. Die Initiatoren sind überzeugt, dass solche Programme sowohl individuellen Lebenswegen als auch der regionalen Wirtschaftsentwicklung entscheidende Impulse geben können.

Der Tag der offenen Tür zur Berufsbildungsreife findet am Dienstag, 10. März, von 9 bis 12 Uhr bei der ABW GmbH in der Prenzlauer Franz-Wienholz-Straße 29 statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, sodass interessierte Jugendliche und Eltern spontan vorbeikommen können, um sich persönlich beraten zu lassen.

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