Sprachpower an Rostocker CJD-Schule: Das Geheimnis des Erfolgs
Sprachpower an Rostocker CJD-Schule: Das Geheimnis

Die Schüler der Rostocker CJD Christophorusschule sehen aus wie normale Jugendliche – und das sind sie auch. Doch was sie von anderen Gleichaltrigen unterscheidet, ist ihre außergewöhnliche Fremdsprachenkompetenz, insbesondere im Englischen. Seit Jahren erzielen sie bemerkenswerte Erfolge bei Fremdsprachenwettbewerben, und das ist kein Zufall.

Erfolge auf Landesebene

Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2026 hat Lana Rehfeldt aus der Klasse 10e den zweiten Landespreis auf MV-Ebene im Fach Englisch gewonnen; der erste Preis wurde nicht vergeben. Anna Endlicher aus der Klasse 10b sicherte sich den dritten Landespreis. Auch im Team sind die Schüler erfolgreich: Die Klasse 10b belegte mit ihrem Film „The Wrong Choice“ (Englisch/Spanisch) den Spitzenplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Der Film thematisiert die schwierige Entscheidung der Popstar Sofía Ramírez, ob sie ihre Schwangerschaft abbricht oder nicht, und zeigt die übergriffigen Konsequenzen beider Optionen. Nun bereitet sich das Team auf das Bundesfinale vor, das „Sprachfest“ vom 18. bis 20. Juni in Dachau und München.

Innovative Lehrmethoden

Lehrer Jan Willert, der seit zehn Jahren Deutsch und Englisch unterrichtet, betont: „Beim ‚Sprachfest‘ kommt es auf Spielfreude, Spontanität und Kreativität an.“ Monotones Vokabelbüffeln gehört der Vergangenheit an. Stattdessen setzt die Schule auf moderne Medien: Schon ab der zweiten Klasse beginnt der Englischunterricht, ab Klasse 8 arbeiten die Schüler mit iPads und digitalen Lehrwerken. „Wir nutzen Vokabel-Apps, Erklärvideos und Materialien wie TED“, erläutert Willert. Zudem verhandelt er mit der New York Times über einen Zeitungszugang in Originalsprache.

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Das Geheimnis des Erfolgs

Die Schüler selbst sehen den Schlüssel zum Erfolg in persönlichem Interesse und Spaß an der Sprache. Lana Rehfeldt sagt: „Ich lese gern englischsprachige Bücher und höre viel Musik auf Englisch.“ Auch die gezielte Vorbereitung durch ihre Lehrerin Sabine Haschke und die Erfahrungen früherer Teilnehmer halfen ihr. Julius Kletzin, ebenfalls erfolgreich, zeigt sich selbstbewusst: „Überrascht war ich eigentlich nicht.“

Systematische Förderung

Sabine Haschke, Lehrerin für Englisch, Französisch und Russisch, unterstreicht die Tradition der Schule: „Die Teilnahme wird systematisch angebahnt – über schulinterne Zertifikate und die Ansprache leistungsstarker Klassen.“ Für die Zukunft plant die Schule, Austauschprogramme auszubauen, ein schulweites „Sprachenforum“ mit Workshops und Live-Interviews mit Muttersprachlern zu etablieren, die Spitzenförderung auf Klasse 7 auszuweiten und ein internes Coach-Pool-System aufzubauen. Haschke plädiert zudem für frühere zweite Fremdsprachen ab Klasse 6 und kleinere Lerngruppen. Willert setzt auf Kreativität: „Wenn wir die Eigeninitiative stärken, kommt die Leistung fast automatisch.“

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