Kriseninterventionsteam Sangerhausen: Drei Frauen blicken auf 20 Jahre ehrenamtliche Hilfe zurück
20 Jahre Krisenintervention: Drei Frauen im Ehrenamt

Drei Frauen prägen seit 20 Jahren das Kriseninterventionsteam Sangerhausen

An einem Tisch in Sangerhausen wird gelacht und gescherzt. Über Familienangelegenheiten und den Alltag wird gesprochen, die Freude über das Wiedersehen nach längerer Zeit ist spürbar. Die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Notfallseelsorge, Notfallbegleitung und Krisenintervention verläuft an diesem Nachmittag in ruhiger Atmosphäre. Doch hinter dieser heiteren Szene verbirgt sich eine tiefgründige Geschichte des Engagements.

Von der ersten Stunde an dabei

Margitta Schwebbach als Teamleiterin, Gisela Bräuer und Edda Schmidt-Emse sind die drei Frauen, die das Kriseninterventionsteam Sangerhausen seit seiner Gründung vor zwei Jahrzehnten maßgeblich mitgestalten. Sie haben unzählige Einsätze erlebt, in denen sie Menschen in akuten Notsituationen beistanden. „Wir können es erträglicher machen“, beschreibt eine der Helferinnen ihre Motivation. Diese Haltung ist der Kern ihrer Arbeit, die oft im Verborgenen stattfindet, aber von unschätzbarem Wert für die Betroffenen ist.

Zunahme der Einsätze und regionale Unterschiede

Die Statistik zeigt eine klare Tendenz: Die Einsätze des Kriseninterventionsteams nehmen zu, insbesondere in den Regionen Eisleben-Hettstedt und Sangerhausen. Diese Entwicklung spiegelt den wachsenden Bedarf an psychosozialer Unterstützung in Krisensituationen wider. Die Helferinnen werden mit einer Vielzahl von Notfällen konfrontiert, von plötzlichen Todesfällen über schwere Unfälle bis hin zu anderen traumatischen Ereignissen. Ihre Aufgabe ist es, den Betroffenen in den ersten Stunden nach dem Vorstand beizusteiten, emotionale Stabilität zu bieten und praktische Hilfestellung zu leisten.

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Betreuung der Helfer und Aufruf zum Ehrenamt

Ein zentraler Aspekt der Arbeit des Kriseninterventionsteams ist die Betreuung der eigenen Helfer nach den Einsätzen. Die psychische Belastung, die mit der Konfrontation mit menschlichem Leid einhergeht, wird ernst genommen. Regelmäßige Supervisionen und Gespräche im Team dienen der Verarbeitung und Prävention von Sekundärtraumatisierungen. Diese strukturierte Nachsorge ist essenziell, um die langfristige Einsatzfähigkeit der Ehrenamtlichen zu gewährleisten.

Gleichzeitig richtet das Team einen deutlichen Appell an die Öffentlichkeit: Ehrenamtliche Helfer sind stets willkommen. Die Arbeit erfordert Einfühlungsvermögen, psychische Stabilität und die Bereitschaft, sich fortzubilden. Interessierte können sich melden, um Teil dieses wichtigen Netzwerks zu werden, das in der Region Mansfeld-Südharz (MSH) eine unverzichtbare Rolle spielt.

Ein Blick in die Zukunft

Nach 20 Jahren des Engagements blicken die drei Frauen mit einer Mischung aus Stolz und Bescheidenheit auf ihre Arbeit zurück. Sie haben gezeigt, dass ehrenamtliche Krisenintervention nicht nur möglich, sondern gesellschaftlich unverzichtbar ist. Die steigende Nachfrage nach ihren Diensten unterstreicht die Bedeutung solcher Angebote. Während die Jubiläumsfeier ein Moment der Ruhe war, bleibt die Bereitschaft, auch in Zukunft für Menschen in Not da zu sein, ungebrochen.

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