Erfolgsgeschichte einer regionalen Initiative
Es begann vor zwei Jahren mit einer Idee und einem Artikel im Nordkurier – heute ist Dorf vernetzt ein etabliertes Projekt, das das Landleben in der Uecker-Randow-Region nachhaltig bereichert. Die Initiatorinnen Berenike Thiede aus Krugsdorf und Anja Griebenow aus Polzow haben mit ihrem Engagement eine beeindruckende Entwicklung angestoßen. Mittlerweile sind 35 Orte in dem Netzwerk vertreten, das den Austausch zwischen den Dörfern fördert und das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
Digitale Vernetzung und persönlicher Austausch
Ein besonderer Erfolg ist der WhatsApp-Kanal „Dorffeste in UER“, der im vergangenen Jahr förmlich explodiert ist. Fast 1700 Follower nutzen diesen digitalen Treffpunkt, um sich über Veranstaltungen und Aktivitäten in der Region zu informieren. „Hier zeigt sich jeden Tag, wie viel Herzblut in unseren Dörfern steckt“, erklärt Berenike Thiede stolz. Der Kanal hat sich zu einem lebendigen Schaufenster der Gemeinschaft entwickelt, das die Vielfalt und Kreativität der Region sichtbar macht.
Neben der digitalen Vernetzung finden regelmäßig persönliche Treffen statt. Inzwischen gab es neun Netzwerktreffen an verschiedenen Orten zwischen Penkun und dem Haff. Diese Zusammenkünfte dienen dem Austausch von Erfahrungen, Ideen und Lösungsansätzen für gemeinsame Herausforderungen. „Wir arbeiten zusammen und nicht gegeneinander. Jedes Dorf profitiert von der Stärke des anderen“, betont Anja Griebenow. Im Schnitt nehmen etwa 15 engagierte Personen an diesen Treffen teil, die ohne Konkurrenzdenken stattfinden.
Vierteljährliche Abstimmung und gemeinsame Projekte
Die vierteljährlichen Treffen haben sich als wertvolles Instrument zur Koordination von Veranstaltungen erwiesen. Hier werden Termine abgestimmt und besondere Events wie der Brennholztag in Eggesin oder der Bauernmarkt in Züsedom geplant. Durch diese Abstimmung vermeiden die Dörfer Terminkollisionen und können voneinander profitieren. Aus den Treffen sind bereits konkrete Projekte wie Workshops zur Flyer-Gestaltung entstanden, die das ehrenamtliche Engagement weiter professionalisieren.
Besondere Konzertreihe zum Jubiläum
Im dritten Jahr ihres Bestehens hat sich das Netzwerk etwas Besonderes einfallen lassen: Unter dem Titel „Kerzenkonzerte – Lichter, die verbinden“ startet eine besondere Konzertreihe, an der sich bereits 16 Dörfer beteiligen. Die Idee dazu stammt von Annette Herrmann vom Küsselhof aus Boock, die sie von ihrem Bekannten Helge Martin aus Pasewalk aufgegriffen hat. Die Konzerte sind für Besucher kostenlos und sollen über Fördergelder sowie Sponsoren finanziert werden.
Den Auftakt macht am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr ein Konzert in Wetzenow. Im dortigen Hochzeitshof tritt der Verein Alphorn Berlin mit seinem Programm „Wenn Kühe träumen“ auf. Dieser Verein ist der erste Alphornverein in der Bundeshauptstadt und verbindet alpenländische Naturtonmusik mit urbanen Klängen. Das Repertoire reicht von traditioneller Musik über Polka bis hin zu Rock und Jazz – eine ungewöhnliche, aber faszinierende Bereicherung für die Region.
Die Organisation dieser Konzertreihe ist ein gewaltiger Kraftakt, doch die Initiatorinnen sind überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. „Jeder kann sich einbringen. Egal, ob man eine Idee für ein Projekt hat, ein Fest organisiert oder einfach nur wissen will, was in der Nachbarschaft los ist“, lädt Anja Griebenow alle Interessierten zur Mitarbeit ein.
Kontakt und weitere Informationen
Wer mehr über die Initiative Dorf vernetzt erfahren oder sich engagieren möchte, kann sich telefonisch unter 0176 82556781 oder per E-Mail an [email protected] melden. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch ehrenamtliches Engagement und gute Vernetzung das Leben in ländlichen Regionen bereichert und gefördert werden kann.



