Großübung der Johanniter: Explosionsszenario im Lok Leipzig Stadion simuliert
Verletzte Fans, blutverschmierte Gesichter und besorgte Blicke – diese dramatische Szenerie spielte sich kürzlich im Bruno-Plache-Stadion von Lok Leipzig ab. Zum Glück handelte es sich dabei nicht um einen realen Notfall, sondern um eine umfangreiche Übung der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Regionalverband Leipzig/Nordsachsen, der zugleich Silber-Sponsor des Regionalliga-Spitzenreiters ist, probte intensiv den Ernstfall unter realistischen Bedingungen.
Koordination und Behandlung unter Druck geprobt
Unter der alarmierenden Überschrift „Explosion im Stadion!“ führten die Johanniter ihre Notfall-Übung durch. Insgesamt 20 ehrenamtliche Helfer aus dem Sanitätsdienst und dem Bevölkerungsschutz trainierten dabei die Koordination vor Ort, optimierten Behandlungsabläufe und stärkten die Teamzusammenarbeit. Für die notwendige Realitätsnähe sorgten 15 speziell geschulte Notfall-Darsteller, die mit sichtbar simulierten Verletzungen ausgestattet waren.
Das angenommene Szenario: Eine Explosion durch Pyrotechnik hatte einen Massenanfall von Verletzten zur Folge. „Ein intensiver und super wichtiger Tag zur Vorbereitung auf den Ernstfall. Die Übung war ein voller Erfolg“, betonten die Johanniter des Regionalverbandes Leipzig/Nordsachsen in ihrer offiziellen Stellungnahme.
Versorgung in verschiedenen Stadionbereichen
Die „verletzten“ Darsteller wurden sowohl auf dem Dammsitz des Stadions als auch in der angrenzenden Trainingshalle medizinisch versorgt. Michéle Schau, Teamleiterin für Sanitätsdienst und Bevölkerungsschutz der Leipziger Johanniter, erklärte: „Diese Übung hat gezeigt, dass unsere Einsatzkräfte gut vorbereitet sind, eine solche Lage zu meistern und alle Verletzten adäquat zu versorgen. Gleichzeitig konnten wir erkennen, wo noch Optimierungsbedarf besteht. Solche Übungen sind entscheidend, um im Ernstfall schnell und koordiniert zu arbeiten.“
Regelmäßige Präsenz bei Spieltagen
Die Johanniter sind nicht nur bei Übungen, sondern auch an regulären Spieltagen im Bruno-Plache-Stadion präsent. Ihre Sanitäter stehen stets bereit, um im Notfall Fans und verletzte Spieler fachgerecht erstversorgen zu können. Die Verbindung zwischen dem Verein und der Hilfsorganisation geht sogar noch weiter: Lars Menzel (45), Leiter der Johanniter-Akademie für Fort- und Weiterbildungsangebote im Gesundheits- und Sozialsektor, sitzt als Stellvertreter von Jens Peter Hirschmann im Aufsichtsrat des FC Lok Leipzig.
Solche realistischen Übungen bleiben unverzichtbar für die kontinuierliche Verbesserung der Notfallvorsorge. Sie gewährleisten, dass im Ernstfall jede Minute optimal genutzt wird und lebenswichtige Abläufe reibungslos funktionieren.



