Jugendfeuerwehrtag in Brüssow: Gastgeber gewinnen alle Pokale
Jugendfeuerwehrtag: Gastgeber räumen Pokale ab

Fast 200 Kinder und Jugendliche sowie 95 Betreuer aus 19 Jugendwehren der Uckermark sind am Sonnabend, dem 25. April, früh aufgestanden, um die Wettkämpfe des Kreisjugendwehrtages nicht zu verpassen. Die Brüssower Amtswehr war erneut Gastgeber. Brüssows Amtsdirektorin Annett Hartwig, Amtswehrführer Martin Dathe und alles, was Rang und Namen hat in der Wehrführung des Landkreises und im Feuerwehrverband Uckermark, begrüßten die Mädchen und Jungen Punkt 9 Uhr.

Die Jugendwehren seien der Garant für künftigen Feuerwehrnachwuchs, hieß es. „Macht weiter so! Wir brauchen euch“, sagte Toni Zillmer, Kreisbrandmeister in der Uckermark. Landrätin Karina Dörk (CDU) versprach, dass auch der Feuerwehrunterricht an den Schulen fortgesetzt werde. Der Landkreis habe dafür zwei Feuerwehrleute in Vollzeit angestellt, die bereits in fünf Schulen mehr als 100 Schüler unterrichten. „Wir sind der einzige Kreis, der das ohne Hilfe vom Land leistet“, betonte sie. Bei dem Feuerwehr-Nachwuchs rannte sie damit offene Türen ein.

Neun Stationen für Teamgeist und Geschicklichkeit

Kareen Bechert, Kreisjugendwartin im Feuerwehrverband, und ihre Mitstreiter aus den Jugendwehren hatten für den Wettstreit neun Stationen aufgebaut. Dort konnten die Teilnehmer nicht nur ihr Feuerwehrwissen und ihre technischen Fähigkeiten testen, sondern auch Geschicklichkeit und Teamgeist beweisen. Dabei ging es nicht nur um die neuen von der Sparkasse gestifteten Wanderpokale, sondern vor allem darum, gemeinsam Spaß zu haben. Da freute es besonders, dass Kareen Bechert – dank finanzieller Unterstützung vom Feuerwehrverband – einen Geschicklichkeitsparcours mit Riesenrutsche als eine Station freigeben konnte.

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Und so zeigten die Jugendwehren in drei Altersklassen, wie sie den Löschangriff beherrschen, Knoten binden, aber auch blind, dirigiert von Kameraden, mit der Wasserspritze eine Flasche vom Sockel holen. Sie balancierten auf Wasserkisten, meisterten Theorie- und Erste-Hilfe-Aufgaben und jagten Wasser aus einem Eimer durchs „Nadelöhr“, einen Schlauch.

Bambiniwehr und Wartelisten: Feuerwehr boomt

Manche Ortswehren schickten sogar mehrere Teams ins Rennen. Feuerwehr mache einfach Spaß, bestätigte Charlotte Lubahn (13) aus Storkow, die gern etwas in der Gemeinschaft unternimmt, statt allein zu Hause am Handy zu sitzen. „Wir haben sogar eine Bambiniwehr und fangen schon mit Zweijährigen an, sie spielerisch heranzuführen“, berichtete Jugendwehrwartin Mareike Arndt. Das bringe was: 19 Kinder sind in dem Templiner Ortsteil in der Jugendwehr.

In der Stadtwehr von Prenzlau betreut Jugendwart Sven Leske derzeit nur 18 Schützlinge. „Wir haben eine Warteliste, aber zu wenig Schränke“, erklärte er. „Die Feuerwehr hat in den letzten Jahren eine große Aufwertung erfahren“, sagte Kreisjugendwartin Kareen Bechert. „Wir haben 34 Jugendwehren mit 460 Mitgliedern, wir sind wieder mehr geworden. Und dieses Jahr will sich in Gollmitz noch eine Jugendwehr gründen.“

Motivation und Teamgeist bei den Jugendlichen

Auf das Bei-Laune-Halten ihres Nachwuchses versteht sich auch die Naugartener Feuerwehr. 38 Mitglieder zählt sie bereits, berichtete Jugendwart André Steup stolz. Anton Mante und Elias Steup (beide 16 Jahre) gehören dazu und waren beim Wettkampf die große Stütze der Jüngeren. „Wir bleiben dabei“, sagte Anton begeistert. „Es macht doch Spaß, anderen Menschen helfen zu können.“ Seit zwei Monaten darf er sogar schon bei der aktiven Wehr mitmachen.

Der Templiner Jugendwehrwart André Behnke pushte seine Kids auf dem Platz mit Musik, die er immer dabei hat. „Das ist cool“, fanden die Jüngsten Katara (6) und Melina (7). Templins Jugendwehr zählt rund 80 Kinder, in der Stadtwehr machen 36 mit. Die Gastgeber des Tages können bei solchen Anlässen übrigens fest auf die Unterstützung von Eltern setzen. Mama Katja Mewes hatte zig Pizzamuffins gebacken. Mit einem Bollerwagen voll Verpflegung zog sie mit den Kids von Station zu Station. „Man muss die Kinder doch bei Laune halten“, sagte sie. Das hat super geklappt.

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Pokale bleiben im Amtsbereich Brüssow

Die Pokale in den drei Altersklassen blieben alle im Amtsbereich: Die Klockower gewannen bei den Jüngsten, in den beiden anderen Altersklassen waren die Brüssower vorn. Im Feuerwehrteil siegte in Altersklasse 1 Klockow I, in AK 2 Brüssow I und in AK 3 Brüssow II. Auch im Spaßwettbewerb dominierten die Gastgeber: Klockow I in AK 1, Wittstock-Schapow II in AK 2 und Brüssow II in AK 3.