Rentner (73) kuschelt Babys auf Intensivstation gesund
Kuschel-Opa: Rentner kuschelt Babys auf Intensivstation gesund

Richmond (Virginia) – „Das ist der beste Job, den ich je hatte“, sagt Dave Whitlow (73) mit einem Lächeln. Der Rentner ist ehrenamtlicher Kuschelpartner im Kinderkrankenhaus der Virginia Commonwealth University (VCU) in Richmond. Zweimal pro Woche besucht er die Intensivstation, um die kleinsten Patienten zu trösten und zu umsorgen.

Ein ungewöhnliches Ehrenamt mit Herz

Dave Whitlow arbeitete über 40 Jahre in der Verwaltung der Stadt Richmond – nie war er Arzt oder Krankenpfleger. Doch seit acht Jahren verbringt er seine Zeit auf der Neugeborenen-Intensivstation. „Aber das hier, das fühlt sich einfach richtig an“, erklärt der 73-Jährige. Jeden Dienstag und Donnerstag um 8.30 Uhr betritt er die Station und kümmert sich pro Schicht um fünf bis sechs Babys, manchmal auch bis zu acht. Dabei trägt er stets Schutzkittel und -handschuhe, sein Handy bleibt ausgeschaltet.

Vom Angsthasen zum Babyflüsterer

Anfangs hatte Dave große Angst, die zerbrechlichen Frühchen zu halten. „Ich hatte Todesangst“, gesteht er. Schließlich sind seine eigenen Kinder längst erwachsen, und er hatte lange kein Baby mehr im Arm. Doch mit der Zeit gewann er Routine. Heute achtet er genau auf die Monitore, die die Vitalwerte der Kleinen anzeigen, und fragt vor jedem Kuscheleinsatz die Schwestern nach besonderen Hinweisen. Die Pflegerinnen nennen ihn inzwischen ehrfürchtig „Babyflüsterer“. Schwester Elizabeth sagt in einem Blogbeitrag der Uniklinik: „Wir atmen immer auf, wenn Dave kommt, weil wir wissen, dass er selbst mit dem quengeligsten Baby zurechtkommt.“

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Ruhe, Liebe und ein Mantra

Daves Geheimnis ist seine ruhige, liebevolle Art und sein ständiges Zureden. Bevor er ein Kind wieder ins Bett legt, flüstert er ihm sein Mantra zu: „Werde stark, werde klug, werde gütig.“ Dass diese Fürsorge Früchte trägt, erlebte Dave kürzlich bei einem Treffen ehemaliger Frühchen. Dort sah er Sieben- bis Achtjährige herumtollen – einige von ihnen hatten einst auf der Station gelegen, die er betreut. „Einige haben es sicher nur geschafft, weil Dave sie gesundgekuschelt hat“, meint er bescheiden.

Dave Whitlow ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement Leben verändern kann. Seine Hingabe und Wärme schenken den kleinsten Patienten nicht nur Trost, sondern auch die Kraft zu kämpfen.

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