Jennifer Garner: Muttersein definiert mich mehr als alles andere
Die preisgekrönte Hollywood-Schauspielerin Jennifer Garner (53) zählt zu den beliebtesten Darstellerinnen ihrer Generation. Bekannt wurde sie Anfang der 2000er Jahre als Action-Heldin in der Serie Alias, wofür sie unter anderem einen Golden Globe erhielt. Doch im aktuellen Interview mit BILD betont Garner, dass ihre Rolle als Mutter heute im Mittelpunkt ihres Lebens steht. „Im Moment würde ich sagen: Muttersein definiert mich mehr als alles andere“, erklärt die Schauspielerin anlässlich der Werbetour für die zweite Staffel des US-TV-Krimidramas Beschütze sie.
Drei Kinder mit Ex-Mann Ben Affleck
Jennifer Garner wurde im Dezember 2005 zum ersten Mal Mutter, sechs Monate nach ihrer Hochzeit mit dem Schauspielerkollegen Ben Affleck (53). Aus der inzwischen geschiedenen Ehe gingen drei Kinder hervor:
- Violet (20 Jahre)
- Seraphina (17 Jahre)
- Samuel (13 Jahre)
Am 30. Juni 2015, einen Tag nach ihrem zehnten Hochzeitstag, gaben Garner und Affleck ihre Trennung bekannt. Die Scheidung zog sich bis 2018 hin, da die beiden keinen Ehevertrag hatten. Trotz der schwierigen Trennung – die Ehe soll unter Afflecks Alkoholsucht gelitten haben – blieben die Ex-Partner freundschaftlich verbunden und teilen sich das Sorgerecht für ihre drei Kinder.
Die schwierigste Form des Mutterseins
In der Serie Beschütze sie spielt Garner die Rolle der Hannah, deren Ehemann Owen (dargestellt von Nikolaj Coster-Waldau, 55) während einer FBI-Razzia flüchtet. Auf der Suche nach der Wahrheit über sein mysteriöses Verschwinden baut sie eine enge Beziehung zu ihrer Stieftochter Bailey (Angourie Rice, 25) auf. Ihre Filmfigur erlebt, wie sich eine Mutterrolle verändert, wenn Kinder größer werden – eine Erfahrung, die Garner aus ihrem eigenen Leben gut kennt.
„Loslassen ist die schwierigste Form von Muttersein“, erklärt die Schauspielerin. „Am Anfang gibt es viel Reibung – gerade mit Teenagern. Man stößt aneinander, man kämpft um Nähe, um Vertrauen. Und eines Tages merkt man: Jetzt geht es nicht mehr darum, alles zu kontrollieren. Es geht darum, zu sagen: ‚Ich bin hier. Du darfst wachsen. Du darfst gehen. Aber ich bleibe.‘ Dieses Loslassen – und trotzdem Schutz geben –, das ist für mich die schwierigste und zugleich stärkste Form von Muttersein.“
Unterschiede zwischen Filmfigur und Realität
Garner betont, dass ihre Filmfigur Hannah anders sei als sie selbst: stiller, beobachtender und zurückhaltender. „Ich dagegen gehe sofort rein, ich will reden, Teil des Gesprächs sein“, sagt die Schauspielerin. „Aber in einem Punkt sind wir gleich: Wenn es um unsere Menschen geht, kennen wir keine Grenzen. Wir lieben sehr intensiv. Und wenn es um Sicherheit geht – da hört bei mir alles auf. Da würde ich alles tun. Ich bin definitiv eine Macherin. Wenn jemand, den ich liebe, Hilfe braucht, handle ich. Ich habe keine Angst, da reinzugehen.“
Frauen als emotionale Wesen
Die Hollywood-Darstellerin reflektiert auch über geschlechtsspezifische Unterschiede in Beziehungen: „Frauen sind sehr emotionale Wesen. Verbindung ist uns so wichtig, dass wir bereit sind, durch etwas Schwieriges hindurchzugehen, nur um diese Verbindung nicht zu verlieren. Natürlich ist das eine Verallgemeinerung – aber ich erlebe oft, dass Frauen reden wollen. Verstehen wollen. Wieder zueinanderfinden wollen. Beziehung ist wichtiger als Recht zu behalten.“
Jennifer Garner zeigt sich als engagierte Mutter, die trotz ihrer erfolgreichen Karriere die familiären Bindungen in den Mittelpunkt stellt. Ihre offenen Worte über die Herausforderungen des Loslassens in der Kindererziehung bieten einen persönlichen Einblick in das Leben der Hollywood-Ikone jenseits der Leinwand.



