Fünf Zonen für den perfekten Kinder-Garten: So gestalten Eltern sicher und kreativ
Spielen, entdecken, toben: Gärten sind wunderbare Orte für kleine Entdecker. Doch nicht jeder Garten ist automatisch kindersicher und kindgerecht. Eltern sollten bei der Gestaltung besondere Vorsicht walten lassen, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Die Gefahren im Grünen erkennen
Wer kleine Kinder hat, weiß: Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird angefasst – und landet nicht selten im Mund. Im eigenen Garten kann das schnell gefährlich werden, besonders wenn dort giftige Pflanzen wie Engelstrompete oder Rittersporn wachsen. Diese können bei Verschlucken zu schweren Vergiftungen führen. Auch Begegnungen mit dornigen Sträuchern oder Pflanzen mit spitzen Blättern können für den Nachwuchs schmerzhafte Erfahrungen bedeuten.
Fünf Zonen für Struktur und Sicherheit
Laut der Aktion Das sichere Haus (DSH) bietet sich für die Planung eines kinderfreundlichen Gartens ein Konzept mit fünf klar definierten Zonen an:
- Die Spielzone: Hier steht möglichst viel freie Fläche zum Toben zur Verfügung – ideal für Sandkasten, Trampolin und andere Spielgeräte. In diesem Bereich sollten ausschließlich ungiftige Pflanzen stehen. Sträucher mit giftigen Beeren oder Dornen haben nichts in unmittelbarer Nähe von Spielgeräten zu suchen. Ein wichtiger Rat: Je kleiner die Kinder, desto größer sollte der Spielbereich ausfallen.
- Der Naschgarten: In diesem Bereich pflanzen Eltern essbare Gewächse, die Kinder sicher identifizieren können – wie Erdbeeren oder andere Beeren. Wichtig ist, Fallobst regelmäßig zu entfernen, da es Wespen anlockt und zur Rutschgefahr werden kann.
- Blumenbeete: Hier wird es bunt und der Nachwuchs kann aktiv mitwirken – säen, gießen und pflücken. Empfehlenswert sind pflegeleichte Zierpflanzen wie Sonnenblumen, Dahlien, Stiefmütterchen und Ringelblumen, die laut DSH ungiftig sind.
- Der Duft- und Kräutergarten: Robust wachsende Kräuter wie Zitronenmelisse oder Lakritz-Tagetes eignen sich ideal zum gemeinsamen Pflücken und Probieren. Bei Kräutern mit intensiven ätherischen Ölen wie Oregano sollten Eltern jedoch vorsichtig sein, da sie bei empfindlichen Kindern Hautreizungen verursachen können.
- Die abgegrenzte Zone: Für alle, die auf bestimmte problematische Pflanzen nicht verzichten möchten, bietet sich ein durchgängig umzäunter Bereich an. Hier darf wachsen, was nicht in Kinderhände gehört. Dennoch rät die DSH, auch in umzäunten Bereichen auf stark giftige Pflanzen wie Fingerhut oder Eisenhut zu verzichten.
Weitere Sicherheitsmaßnahmen beachten
Im kinderfreundlichen Garten sind nicht nur Giftpflanzen tabu. Auch Wasserstellen wie Gartenteiche oder Pools sowie herumliegende Gartengeräte können gefährlich werden. Eltern sollten Werkzeuge stets außer Reichweite der Kleinen aufbewahren. Wasserstellen sollten durch mindestens einen Meter hohe Zäune gesichert werden, um Unfälle zu vermeiden.
Durch diese klare Zoneneinteilung und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen entsteht ein Garten, der sowohl Spielspaß als auch Sicherheit bietet – ein idealer Ort für Kinder, um die Natur zu entdecken und sich kreativ auszutoben.



