Kita „Bambi“ in Boßdorf: Nur zehn Kinder – Existenzängste nehmen zu
In der Boßdorfer Kita „Bambi“ herrscht weiterhin große Ungewissheit über die Zukunft der Einrichtung. Die extrem niedrige Auslastung mit lediglich zehn betreuten Kindern im Krippen- und Kindergartenalter hat bei den Eltern tiefe Besorgnis ausgelöst. Bei einem kürzlich stattgefundenen Elternabend konnten Vertreter der Stadtverwaltung und des städtischen Bildungsbetriebs Kommbi zwar erstmals konkretere Auskünfte geben, eine endgültige Entscheidung über den Fortbestand der Kita steht jedoch noch aus.
Stadtverwaltung gibt keine klare Zusage
Die Stadtverwaltung von Wittenberg versucht zwar zu beruhigen und betont, dass noch nichts entschieden sei, doch ein klares Dementi der Schließungsgerüchte wurde nicht ausgesprochen. Ein Vater, der mit der Mitteldeutschen Zeitung sprach, schilderte die angespannte Situation: „Die Unsicherheit ist enorm. Wir fürchten um den Erhalt dieser wichtigen Betreuungseinrichtung für unsere Kinder.“ Die Kita „Bambi“ gilt aktuell als die am geringsten ausgelastete Einrichtung im Wittenberger Stadtgebiet, was ihre Zukunftsfähigkeit in Frage stellt.
Hintergrund der geringen Auslastung
Die Gründe für die drastisch gesunkene Kinderzahl sind vielfältig. Demografische Veränderungen, aber auch mögliche strukturelle Probleme in der Region könnten eine Rolle spielen. Die aktuelle Situation stellt nicht nur die betroffenen Familien vor große Herausforderungen, sondern auch die kommunale Planung der Kinderbetreuungsangebote. Eine Schließung hätte erhebliche Auswirkungen auf das soziale Gefüge im Ortsteil Boßdorf und würde viele Eltern vor logistische Probleme stellen.
Ausblick und nächste Schritte
Die Stadtverwaltung und Kommbi haben angekündigt, die Entwicklung weiter genau zu beobachten und in den kommenden Wochen weitere Gespräche mit den Eltern zu führen. „Wir prüfen alle Optionen, um eine bestmögliche Lösung für die Kinder und Familien zu finden“, so ein Sprecher. Bis dahin bleibt die Angst vor der Schließung der Kita „Bambi“ allgegenwärtig, und die Eltern hoffen auf eine positive Wendung für ihre Kinderbetreuung.



