Volkssolidarität plant Kita-Neubau in Pasewalk trotz rückläufiger Geburtenzahlen
Kita-Neubau in Pasewalk: Volkssolidarität hält trotz Rückgang an Plan fest

Volkssolidarität plant Kita-Neubau in Pasewalk trotz rückläufiger Geburtenzahlen

Die Volkssolidarität Uecker-Randow hält unbeirrt an ihrem Vorhaben fest, in Pasewalk eine neue Kindertagesstätte zu errichten, obwohl die Geburtenzahlen in der Region seit Jahren kontinuierlich zurückgehen. VS-Geschäftsführerin Heike Nitzke bekräftigt: „Wir haben einen Plan und wollen bauen.“ Der Neubau soll auf dem Gelände der bestehenden Kita „Am Storchennest“ in der Großen Kirchenstraße 43 entstehen, wobei zunächst die neue Einrichtung gebaut und anschließend das alte Gebäude abgerissen wird.

Planungsphase und Abstimmungen abgeschlossen

Nach dem Kauf des Areals im vergangenen Jahr fanden zahlreiche Abstimmungsrunden mit der Stadt Pasewalk, dem Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie anderen Kita-Trägern statt. Diese Gespräche, die etwa ein Jahr in Anspruch nahmen, konzentrierten sich unter anderem auf die optimale Größe der zukünftigen Einrichtung. Heike Nitzke betont, dass dieser Austausch nun abgeschlossen ist und konkrete Planungszahlen zur Anzahl der betreuten Kinder noch ausstehen. Fest stehe jedoch, dass die neue Kita kleiner ausfallen wird als die aktuelle Einrichtung, die eine Kapazität von 160 Kindern im Alter von drei Monaten bis elf Jahren bietet.

Erster Spatenstich für 2026 geplant

Die Volkssolidarität plant, alle drei Betreuungsvarianten – Krippe, Kindergarten und Hort – in der neuen Kita anzubieten. Nitzke erklärt: „Wir planen mit allen drei Varianten, also Krippe, Kindergarten und Hort.“ Gleichzeitig müsse die Entwicklung von Ganztagsschulen im Blick behalten werden, da diese ebenfalls Bildungs- und Freizeitangebote nach dem Unterricht bereitstellen. Elternwünsche nach Hortbetreuung werden ernstgenommen, und die VS verspricht, individuelle Lösungen zu finden. Der erste Spatenstich ist für das kommende Jahr vorgesehen, mit dem Ziel, den Betrieb 2027 aufzunehmen.

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Abrisskosten steigen kontinuierlich an

Pasewalks Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) drängt auf eine beschleunigte Umsetzung des Projekts. Er warnt: „Jedes Jahr, das verstreicht, kostet uns mehr Geld.“ Während 2022 noch von Abrisskosten in Höhe von rund 90.000 Euro die Rede war, belaufen sich diese mittlerweile auf etwa 160.000 Euro. Ein früherer Baubeginn könnte daher erhebliche Einsparungen ermöglichen. Rodewald betont die Dringlichkeit eines zeitnahen Spatenstichs, um die finanziellen Belastungen für die Stadt zu minimieren.

Rückläufige Anmeldungen in der Region

Statistiken des Landkreises zeigen einen deutlichen Rückgang bei den Anmeldungen für Krippenplätze in Pasewalk. Von 2023 zu 2024 sank die Zahl um 3,1 Prozent, von 2024 zu 2025 um weitere 1,6 Prozent. Damit liegt Pasewalk teilweise deutlich unter anderen Städten in der Region. Trotz dieser Entwicklung betreibt die Volkssolidarität weiterhin Kitas und Horte in mehreren Orten der Uecker-Randow-Region, darunter Altwarp, Blumenhagen, Eichhof, Eggesin, Torgelow und Ueckermünde. Die Organisation bleibt ihrem Engagement für die Kinderbetreuung vor Ort treu, auch wenn die demografischen Rahmenbedingungen herausfordernder werden.

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