Niedrigste Geburtenrate aller Zeiten: Zwillinge statt geplantem zweiten Kind
Niedrigste Geburtenrate: Zwillinge statt zweitem Kind

Niedrigste Geburtenrate aller Zeiten: Zwillinge statt geplantem zweiten Kind

Das junge Familienglück von Celina und Dominik (beide 27) aus Großkmehlen in Brandenburg hat eine unerwartete Wendung genommen. Nach der Geburt ihrer Tochter Sophia, die heute drei Jahre alt ist, planten die beiden ein zweites Kind, um ihr Familienglück zu vervollständigen. Doch die Natur hatte andere Pläne: Statt eines einzelnen Kindes kamen vor vier Monaten die Zwillinge Emilo und Matheo zur Welt.

Fünfköpfige Familie im Dachgeschoss

Die fünfköpfige Familie lebt im Dachgeschoss des Elternhauses, das sie glücklicherweise ausbauen konnten. "Unsere Kinder sind das Größte für uns", betont Familienvater Dominik. "Aber man muss es eben hinbekommen, in jeder Hinsicht." Seit der Geburt der Zwillinge geht es im Haushalt hoch her - nicht nur mit glücklichen Momenten, sondern auch mit zahlreichen Sorgen, insbesondere finanzieller Natur.

Finanzielle Herausforderungen durch Zwillinge

Als Erzieherin und Elektriker müssen die jungen Eltern trotz 777 Euro Kindergeld monatlich genau rechnen. Die unerwartete Zwillingsgeburt brachte ungeplante Ausgaben mit sich:

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  • Das Familienauto bot keinen Platz für drei Kindersitze nebeneinander, weshalb ein Minibus auf Raten gekauft werden musste (8 Jahre à 415 Euro monatlich)
  • Ein gebrauchter Doppelkinderwagen wurde für 400 statt 1500 Euro gefunden
  • Fast alle Babyartikel mussten doppelt angeschafft werden

"Ein weiteres Kind war für uns finanziell absolut stemmbar", erklärt Dominik. "Doch da es am Ende zwei Kinder waren, mussten wir fast alles doppelt kaufen."

Umfrage zeigt: Viele Deutsche trauen sich keine Kinder zu

Das finanzielle Risiko, das Celina und Dominik auf sich genommen haben, wollen immer weniger Paare in Deutschland wagen. Eine aktuelle INSA-Umfrage für BILD unter 1003 Befragten zeigt deutlich:

  1. 55 Prozent der Teilnehmer glauben, dass man sich in Deutschland keine Kinder mehr leisten kann
  2. Nur 34 Prozent sehen dies anders
  3. Viele Deutsche möchten zwar Eltern sein, trauen sich aber aufgrund der hohen Kosten nicht

Die Geschichte der Familie aus Großkmehlen steht damit exemplarisch für eine gesellschaftliche Entwicklung, die zu der niedrigsten Geburtenrate aller Zeiten in Deutschland beiträgt. Während Celina und Dominik ihr unerwartetes Familienglück meistern, zögern viele potenzielle Eltern angesichts der finanziellen Belastungen.

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