Franziska van Almsick: Klare Haltung in der Kindererziehung
Franziska van Almsick (47) zählt zu den erfolgreichsten Sportlerinnen Deutschlands. Die Schwimmlegende aus Heidelberg in Baden-Württemberg ist nicht nur für ihre sportlichen Erfolge bekannt, sondern auch für ihre klaren Prinzipien – besonders in der Erziehung ihrer beiden Söhne Don Hugo (19) und Mo Vito (12).
Strikte Social-Media-Regeln für den jüngsten Sohn
Bei einem Thema zeigt sich van Almsick kompromisslos: Ihr zwölfjähriger Sohn hat keinen Zugang zu TikTok, Instagram oder Snapchat. „Social Media ist Fluch und Segen zugleich, für viele ist es Gift“, erklärt die ehemalige Profisportlerin. Sie begründet ihre Entscheidung mit den potenziellen Gefahren dieser Plattformen:
- Der ständige Druck, sich mit anderen zu vergleichen
- Die Illusion perfekter Leben, die viele Nutzer vermitteln
- Die psychischen Belastungen durch ständige Verfügbarkeit
„Viele denken, andere hätten das perfekte Leben. Dabei macht genau das viele krank“, so van Almsick weiter. Diese Haltung spiegelt ihre Erfahrungen aus dem Leistungssport wider, wo sie gelernt hat, mit Druck umzugehen und Niederlagen als Teil des Weges zu akzeptieren.
Leistungssport als prägende Erfahrung
Die zweifache Mutter betont, dass sie ihren Kindern zwar viel Freiheit lässt und ihnen keine detaillierten Vorschriften macht, aber bei bestimmten Grundsätzen eindeutige Grenzen setzt. Ihre eigene Karriere als Schwimmerin hat sie nachhaltig geprägt: Bereits mit 14 Jahren gewann sie olympische Medaillen und musste früh lernen, mit Erwartungen und öffentlicher Aufmerksamkeit umzugehen.
Heute bringt van Almsick diese Werte auch in ihre berufliche Tätigkeit ein: Als Vize-Aufsichtsratschefin der Deutschen Sporthilfe setzt sie sich für Anerkennung, Sichtbarkeit und Respekt für Athleten ein. „Im Sport lernst du, dass Hinfallen nicht schlimm ist. Entscheidend ist, wieder aufzustehen“, beschreibt sie ihre Philosophie.
Bodenständigkeit trotz öffentlicher Präsenz
Auch bei öffentlichen Auftritten bleibt die Sportlerin authentisch. Als Gastgeberin des „Balls des Sports“ in Frankfurt am 21. Februar wird sie zwar elegant und stilvoll auftreten, aber betont: „Es gibt nichts Schlimmeres, als etwas anzuziehen, das man an dem Tag einfach nicht fühlt.“ Sie bezeichnet sich selbst als pragmatisch und bodenständig – Eigenschaften, die sie besonders glaubwürdig machen.
Für van Almsick bedeutet Glück nicht Luxus oder Ruhm, sondern etwas Grundlegendes: Gesundheit. „Man weiß oft gar nicht, dass man schon Glück hat. Erst wenn man krank im Bett liegt, merkt man, wie gut es einem eigentlich ging“, erklärt sie.
Die Familie bleibt trotz aller Erfolge ihren Wurzeln verbunden. „Ich bin froh, dass wir als Familie nie vergessen haben, wo wir herkommen“, resümiert die Schwimmlegende. Deutschland hat viele erfolgreiche Sportler hervorgebracht, aber Franziska van Almsick verbindet sportliche Exzellenz mit menschlicher Tiefe und klaren Werten – sowohl im Pool als auch in der Kindererziehung.



