Badeparadies-Vorfall: Influencer werfen Therme Homophobie vor – Hausverweis nach Kuss?
Ein Kuss im "Badeparadies Schwarzwald" hat zu einem heftigen Streit zwischen französischen LGBTQ-Influencern und der Thermenbetreiberin geführt. Arno und Léo, die auf Social Media als Paar bekannt sind, berichten von einer Demütigung und Diskriminierung, nachdem sie sich in der Therme geküsst haben sollen. Ihr emotionales Video dazu verbreitet sich derzeit viral und sorgt für landesweite Diskussionen.
Die Vorwürfe der Influencer: Demütigung und homophobe Sprüche
Laut den beiden Franzosen wurden sie nach ihrem Kuss im Badeparadies Schwarzwald von Mitarbeitern angesprochen und schließlich des Geländes verwiesen. Sie behaupten, dabei seien homophobe Sprüche gefallen und sie hätten sich gedemütigt gefühlt. In ihrem viralen Video schildern sie den Vorfall als klaren Fall von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Die beiden betonen, dass sie als offen lebendes schwules Paar regelmäßig öffentliche Zuneigung zeigen und dies noch nie zu Problemen geführt habe.
Die Position der Therme: Verweis auf Hausordnungsverstöße
Die Betreiberin des Badeparadies Schwarzwald widerspricht den Vorwürfen entschieden. In einer offiziellen Stellungnahme verweist sie auf "mehrfache Verstöße gegen die Hausordnung" als Grund für den Hausverweis. Konkretisiert wurden diese Verstöße bisher nicht, doch die Therme betont, dass die Entscheidung nichts mit der sexuellen Orientierung der Gäste zu tun habe. Stattdessen werde auf ein respektvolles Miteinander und die Einhaltung der Regeln für alle Besucher gleichermaßen Wert gelegt.
Was über den Abend in der Therme bekannt ist
Bisher liegen nur die gegensätzlichen Schilderungen der Beteiligten vor. Während Arno und Léo von einem isolierten Kuss und anschließender Diskriminierung sprechen, beharrt die Therme auf allgemeinen Hausordnungsverstößen. Unabhängige Zeugen oder Videoaufnahmen aus der Therme wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 15. März 2026 und hat seitdem sowohl in sozialen Medien als auch in traditionellen Medien für Aufsehen gesorgt.
Die Debatte wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang mit LGBTQ-Personen in öffentlichen Einrichtungen auf. Während Aktivisten die Therme auffordern, ihre Hausordnung transparent zu machen und Schulungen für Mitarbeiter anzubieten, verteidigen andere Besucher das Recht der Therme, Regeln durchzusetzen – unabhängig von der sexuellen Orientierung der Gäste. Die genauen Umstände des Vorfalls bleiben vorerst ungeklärt, doch der Fall zeigt, wie sensibel das Thema öffentliche Zuneigung und Diskriminierung in Deutschland behandelt wird.



