Berliner CDU verabschiedet umfassendes Konzept gegen Gewalt an Frauen
Der Landesverband der CDU in Berlin hat ein detailliertes Beschlusspapier zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen verabschiedet. Das Dokument enthält konkrete Maßnahmenvorschläge, die von systematischen Präventionsprogrammen bis hin zu erweiterten Überwachungsmaßnahmen reichen.
Prävention und Schutz im Fokus
Im Zentrum des Beschlusses stehen systematische Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche. Diese sollen frühzeitig über Themen wie Gleichberechtigung, persönliche Grenzen, Konsens und gewaltfreie Konfliktlösung aufgeklärt werden. „Nicht die Opfer von Gewalt müssen sich schämen, sondern die Täter“, betonte der Landesparteichef und Regierende Bürgermeister Kai Wegner in einer Stellungnahme.
Weitere zentrale Punkte des Papiers sind die Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum sowie eine verlängerte Datenspeicherung. „Wir wollen Gewalt gegen Frauen konsequent bekämpfen und wirksam verhindern“, erklärte Wegner weiter. Dafür müssten Präventionsmaßnahmen gestärkt, Schutzangebote ausgebaut und Täter konsequent zur Verantwortung gezogen werden.
Digitale Gewalt als neues Handlungsfeld
Ein besonderer Schwerpunkt des Beschlusses liegt auf der Bekämpfung digitaler Gewaltformen. Das Papier fordert erweiterte Strategien, um neuen Formen psychischer Gewalt im digitalen Raum besser begegnen zu können. „Dabei sind insbesondere neue Formen psychischer Gewalt im digitalen Raum stärker zu berücksichtigen“, heißt es in dem Dokument.
Konkret werden Gesetzeslücken bei Deepfakes und anderen digitalen Manipulationstechniken benannt, die kurzfristig geschlossen werden sollen. Die Berliner CDU betont die Dringlichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen an die technologische Entwicklung anzupassen.
Gesellschaftliche Debatte notwendig
Kai Wegner wies darauf hin, dass zur wirksamen Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen eine breite gesellschaftliche Debatte notwendig sei. „Wir brauchen dazu eine breite gesellschaftliche Debatte - auch und gerade unter uns Männern“, so der Regierende Bürgermeister. Der Beschluss des Landesverbands positioniert die Berliner CDU damit klar im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und setzt auf einen mehrdimensionalen Ansatz aus Prävention, Schutz und Strafverfolgung.



