Köln: Massenprotest gegen sexualisierte Gewalt im Zeichen des Falls Fernandes-Ulmen
In Köln haben sich am 28. März 2026 mehrere Tausend Menschen zu einer Demonstration gegen sexualisierte Gewalt versammelt. Die Proteste, die unter dem Motto "Gegen patriarchale Gewalt" stattfanden, wurden durch die aktuellen Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen ausgelöst. Die Teilnehmer zogen vom Rudolfplatz über die Ringe bis zum Chlodwigplatz, um für einen besseren Schutz von Betroffenen und intensivere Präventionsmaßnahmen zu werben.
Hintergrund der Demonstrationen
Die Kundgebung in Köln ist Teil einer neu aufgeflammten gesellschaftlichen Debatte über Gewalt gegen Frauen. In den vergangenen Wochen gab es bereits ähnliche Proteste in anderen deutschen Städten wie Hamburg, wo Collien Fernandes selbst an einer Demonstration gegen digitale Gewalt teilnahm. Die Schauspielerin und Moderatorin steht im Zentrum der aktuellen Diskussion, nachdem der SPIEGEL über ihre Vorwürfe gegen Christian Ulmen berichtete.
Details zu den Vorwürfen und Reaktionen
Collien Fernandes beschuldigt Christian Ulmen, auf sozialen Medien täuschend echt aussehende Fakeprofile von ihr erstellt und darüber "Hunderte von Männern" kontaktiert zu haben. Laut ihren Angaben soll sich Ulmen als Fernandes ausgegeben und sexuelle Gespräche geführt sowie erotisches Material verschickt haben, um den Eindruck authentischer Aufnahmen zu erwecken. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Seine Anwälte haben in einer Pressemitteilung erklärt, dass er zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Fernandes oder anderen Personen hergestellt oder verbreitet habe und bestreiten auch einen mutmaßlichen Gewaltvorfall in Palma de Mallorca im Januar 2023. Fernandes widersprach dieser Darstellung über ihr Instagram-Profil.
Forderungen der Organisatoren
Die Organisatoren der Demonstration in Köln fordern einen umfassenden Schutz vor sexualisierter Gewalt und stärkere Präventionsmaßnahmen. Sie betonen die Notwendigkeit, Betroffene besser zu unterstützen und die gesellschaftliche Sensibilisierung für dieses Thema zu erhöhen. Die Proteste unterstreichen die anhaltende Relevanz von Debatten über digitale und patriarchale Gewalt in Deutschland.



