Huthi-Miliz führt zweiten Angriff auf Israel innerhalb eines Tages durch
Die proiranische Huthi-Miliz aus dem Jemen hat am Samstagabend zum zweiten Mal in Folge Israel angegriffen. Laut Berichten der Times of Israel, die sich auf das israelische Militär berufen, wurde eine Drohne über der südisraelischen Stadt Eilat gesichtet. Zudem konnte ein Marschflugkörper abgefangen werden, bevor er israelisches Territorium erreichte.
Militärische Operationen und Bestätigung durch die Huthi-Miliz
Bereits am Samstagmorgen hatte die jemenitische Miliz zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs vor einem Monat eine Rakete auf Israel abgefeuert, die ebenfalls von der israelischen Flugabwehr neutralisiert wurde. In einer offiziellen Erklärung bestätigte das Huthi-Kommando in Sanaa den Angriff vom Samstagabend. Die zweite Militäroperation des Tages umfasste eine Salve von Marschflugkörpern und Drohnen, die sich gegen strategische und militärische Ziele im Süden Israels richtete.
Die islamistische Huthi-Miliz, die weite Teile des Jemen kontrolliert und eng mit dem Iran verbündet ist, erhält erhebliche militärische Unterstützung aus Teheran. Während des Gazakriegs hatte sie regelmäßig Israel beschossen und auch Handelsschiffe im Roten Meer und Golf von Aden attackiert.
Hunderte Israelis protestieren gegen den Irankrieg
Einen Monat nach Kriegsbeginn haben Hunderte Menschen in Tel Aviv und anderen israelischen Städten gegen den Irankrieg demonstriert. Die Proteste waren nicht genehmigt, da größere Menschenansammlungen in Israel derzeit aus Furcht vor iranischen Angriffen verboten sind. Die Polizei ging gewaltsam gegen Demonstranten vor, stieß Teilnehmer zu Boden und nahm mindestens 13 Personen fest.
In Haifa gab es laut Polizei fünf Festnahmen nach Straßenblockaden durch Protestteilnehmer. Die Organisatoren der jüdisch-arabischen Gruppe Standing Together kritisierten, die Regierung fürchte eine Ausweitung der Protestbewegung und unterdrücke Widerstand. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar finden wöchentlich Demonstrationen statt, deren Teilnehmerzahl stetig wächst.
Iran lockert Blockade der Straße von Hormus für pakistanische Schiffe
Iran hat nach Angaben Pakistans seine Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus für bestimmte Schiffe gelockert. Pakistans Vize-Premierminister und Außenminister Ishaq Dar teilte auf X mit, dass die iranische Regierung zugestimmt habe, 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt zu gestatten. Täglich sollen zwei dieser Schiffe die Meerenge passieren, was als vertrauensbildende Maßnahme zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten bewertet wird.
Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran blockiert Teheran die Straße von Hormus, was zu stark gestiegenen Energiepreisen führte. Zuvor hatte Iran bereits zehn Öltankern, darunter pakistanische Schiffe, die Durchfahrt erlaubt. Dar betonte die Notwendigkeit von Dialog und Diplomatie. Am Sonntag sollen sich die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens mit Dar in Islamabad treffen, um über die regionale Situation zu beraten.
Die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) schätzt, dass rund 2000 Schiffe und 20.000 Seeleute betroffen sind. Vor Kriegsbeginn passierten durchschnittlich 129 Schiffe pro Tag die Straße von Hormus.



