Ortschaftsrat Mosigkau drängt auf Tempolimit während L63-Sperrung
Die Sanierung der Landstraße 63 zwischen Dessau und Aken führt zu erheblichen Verkehrsveränderungen in der Region. Der offizielle Umleitungsverkehr sowie zahlreiche Schleichwege lenken den Verkehr durch die Ortschaft Mosigkau, was bei Anwohnern und Lokalpolitikern für wachsenden Frust sorgt.
Forderung nach Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h
Ortsbürgermeister Michael Frühauf hatte bereits in der Ortschaftsratssitzung am 23. März 2026 die Problematik angesprochen. „Mit der Sperrung der Landstraße zwischen Aken und Dessau wird es durch Umleitungen auch in Mosigkau zu mehr Verkehr kommen“, erklärte Frühauf. „Da unsere Straßen im Ort aber größtenteils schon in einem schlechten Zustand sind, ist auch im Sinne der Anwohner für die Dauer der Umleitung eine Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeit auf 30 km/h angemessen“.
Nach den ersten praktischen Erfahrungen mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen bekräftigt der Ortschaftsrat diese Forderung nun erneut. Die Kombination aus maroder Straßeninfrastruktur und steigendem Durchgangsverkehr stellt aus Sicht der Kommunalvertreter eine doppelte Belastung dar.
Verkehrsbelastung und infrastrukturelle Herausforderungen
Die Situation in Mosigkau verdeutlicht typische Herausforderungen bei größeren Straßenbauprojekten:
- Die offizielle Umleitungsstrecke führt direkt durch den Ortskern
- Viele Verkehrsteilnehmer nutzen alternative Schleichwege durch Wohngebiete
- Die bestehende Straßeninfrastruktur ist bereits vor der Umleitung in schlechtem Zustand
- Anwohner klagen über erhöhtes Verkehrsaufkommen und Sicherheitsbedenken
Die Forderung nach Tempo 30 zielt nicht nur auf den Schutz der Anwohner ab, sondern soll auch weiteren Schäden an den ohnehin schon angegriffenen Straßenbelägen vorbeugen. Die Kommunalpolitiker argumentieren, dass reduzierte Geschwindigkeiten sowohl die Lärmbelästigung mindern als auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen würden.
Die Diskussion um angemessene Verkehrsregelungen während der L63-Sperrung zeigt, wie infrastrukturelle Großprojekte unmittelbare Auswirkungen auf das Leben in betroffenen Gemeinden haben können. Die Mosigkauer Lokalpolitik bleibt bei ihrer Forderung nach einer temporären Geschwindigkeitsbegrenzung, um die Belastungen für die Ortschaft während der Bauphase zu minimieren.



