Hansa Rostock zieht souverän ins Pokal-Halbfinale ein - Neubrandenburg reißt Serie
Hansa Rostock im Pokal-Halbfinale - Serie gerissen

Hansa Rostock zieht souverän ins Pokal-Halbfinale ein - Neubrandenburg reißt Serie

Der FC Hansa Rostock hat sich mit einem klaren 5:1-Auswärtssieg beim 1. FC Neubrandenburg 04 für das Halbfinale im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Die Drittligisten aus Rostock zeigten sich über weite Strecken der Partie dominant, mussten jedoch eine kurze Phase der Unsicherheit überwinden, nachdem der Verbandsligist den Anschlusstreffer erzielt hatte.

Voglsammer doppelt erfolgreich - Neubrandenburg bricht Rostocker Serie

Andreas Voglsammer eröffnete mit seinem Doppelpack die Toreflut für die Hanseaten, unterstützt von Lukas Wallner, der ebenfalls traf. Nach der Halbzeitpause gelang dem 1. FC Neubrandenburg jedoch ein bemerkenswerter Erfolg: Spielertrainer Daniel Nawotke nutzte eine Unachtsamkeit von Hansa-Torhüter Max Hagemoser und erzielte den 1:2-Anschlusstreffer. Damit war die bisherige Pokalserie der Rostocker beendet, die bis zu diesem Spiel im laufenden Wettbewerb noch ohne Gegentor geblieben waren.

Voglsammer sorgte in der 65. Minute für die wichtige Beruhigung, als er die Führung auf 3:1 ausbaute. In der Schlussphase schraubten die eingewechselten Maximilian Krauß und Emil Holten das Endergebnis auf ein deutliches 5:1 hoch und besiegelten damit den souveränen Einzug ins Halbfinale.

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Historische Erinnerungen und aktuelle Realität

Im Vorfeld des Spiels wurden Erinnerungen an das legendäre Aufeinandertreffen beider Mannschaften im April 2014 wach. Damals hatte der 1. FC Neubrandenburg sensationell mit 2:1 gegen Hansa Rostock gewonnen, war ins Finale eingezogen und hatte schließlich den Landespokal gewonnen. Daniel Nawotke, der bereits 2014 für Neubrandenburg spielte und nun als Spielertrainer aktiv ist, relativierte jedoch im Vorfeld: „Die aktuelle Hansa-Mannschaft ist mit der damaligen keineswegs zu vergleichen. Die jetzige ist in der Breite und in allen Mannschaftsteilen einfach nur stark besetzt.“

Seine Einschätzung sollte sich im Spielverlauf bestätigen. Trotz des tapferen Widerstands der Neubrandenburger Kicker, die sich insbesondere in der zweiten Halbzeit kurzzeitig Hoffnungen machen konnten, zeigte Hansa Rostock letztlich seine überlegene Spielstärke und Kontrolle über die Partie.

Weitere Halbfinalisten und kommende Partien

Bereits am Freitagabend hatten sich zwei weitere Teams für das Halbfinale qualifiziert. Der SV Pastow gewann mit 5:1 gegen den FSV Bentwisch, während der FC Anker Wismar sich souverän mit 4:0 beim FC Förderkader Rene Schneider durchsetzte. Die letzte Viertelfinalpartie wird am Sonntag um 14 Uhr in Neustrelitz ausgetragen, wo die heimische TSG-Elf aus der Oberliga auf den Regionalligisten Greifswalder FC trifft.

Der Weg der beiden Mannschaften ins Viertelfinale verdeutlicht die unterschiedlichen Herausforderungen:

  • 1. FC Neubrandenburg 04: Startete mit einem 6:0-Sieg gegen SV Rot-Weiß Trinwillershagen, gewann nach Verlängerung gegen PSV Rostock (10:5) und Grimmener SV (4:2), sowie im Achtelfinale gegen SG Warnow-Papendorf mit 3:0.
  • FC Hansa Rostock: Begann mit einem Freilos, feierte dann deutliche Siege gegen SV Traktor Dargun (17:0), SV Görmin (15:0) und Penzliner SV (5:0), bevor sie in Neubrandenburg auf ernsthafteren Widerstand trafen.

Die Rostocker haben damit ihre Ambitionen im Landespokal eindrucksvoll untermauert und blicken nun dem Halbfinale mit großem Selbstvertrauen entgegen, während Neubrandenburg trotz der Niederlage mit dem gebrochenen Gegentorserie der Hanseaten einen kleinen Erfolg verbuchen kann.

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