US-Experten warnen vor Wirtschafts-Beben: „Der größte Schock seit fünf Jahrzehnten“
Washington/Berlin – Die Weltwirtschaft steht nach Einschätzung führender US-Experten vor einem historischen Beben. Der anhaltende Konflikt mit dem Iran droht, die bereits angespannte globale Wirtschaftslage in eine tiefe Krise zu stürzen. Seit Wochen belasten steigende Energiepreise Unternehmen und Verbraucher weltweit, doch nun verschärft sich die Situation dramatisch.
Iran will strategische Seewege kontrollieren
US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran ursprünglich eine Frist bis Ostermontag gesetzt, um den Schiffsverkehr im Persischen Golf wieder zuzulassen. Doch Teheran kündigte an, auch nach dem Krieg die strategisch entscheidende Straße von Hormus kontrollieren zu wollen. Diese Wasserstraße ist eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport.
Die Folge dieser Entwicklung war unmittelbar spürbar: Am Freitag fielen die Kurse an den internationalen Aktienmärkten erneut. Parallel dazu stieg der Preis für Öl der Sorte Brent wieder auf über 100 US-Dollar pro Barrel. Der US-Aktienindex S&P 500 verzeichnete mit einem weiteren Kursrückgang bereits die fünfte Verlustwoche in Folge – die längste Negativserie seit etwa vier Jahren.
Harvard-Ökonom warnt vor historischem Schock
Prof. Kenneth Rogoff, Volkswirtschafts-Experte an der Elite-Universität Harvard und ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, äußerte sich alarmiert: „Der Iran-Krieg, der auf den Zollkrieg und den anhaltenden Ukraine-Krieg folgt, zeichnet sich als der größte Schock für Wachstum und Preise ab, der die Weltwirtschaft seit fünf Jahrzehnten getroffen hat.“
Rogoff erklärte weiter: „In den USA steigt die Inflation kurzfristig stark an, und die langfristigen Zinsen dürften weiter steigen. Der Druck auf Europa und Asien ist noch viel schlimmer und verstärkt sich sowohl in Bezug auf die Inflation als auch auf das Wachstum.“ In Europa und Asien bringe die Energiepreiskrise die ohnehin kriselnde Wirtschaft in starke Bedrängnis.
Politische Entscheidungen mit wirtschaftlichen Folgen
Politologe Michael A. Bailey von der Georgetown University in Washington analysiert die Situation kritisch: Trumps politische Entscheidungen im Iran-Konflikt würden viele klare Verlierer hervorbringen, während die Gewinner „relativ wenige oder profitieren von schwer berechenbaren Vorteilen“ seien.
Bailey geht davon aus, dass Trumps Wählerschaft zunehmend abwandern werde, wenn die Preise für Benzin, Düngemittel und andere lebenswichtige Produkte weiter steigen. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran über die Öffnung der Straße von Hormus ist derzeit nicht absehbar – mit potenziell drastischen Folgen für den Welthandel und die globale Wirtschaftsstabilität.
Die Frage, was der Iran-Konflikt noch alles für die Weltwirtschaft bedeutet, bleibt angesichts der sich zuspitzenden Lage aktueller denn je. Experten beobachten die Entwicklung mit großer Sorge und warnen vor einer wirtschaftlichen Erschütterung historischen Ausmaßes.



