Angriff auf Residenz von Kurden-Präsident Barsani: USA machen iranische Stellvertreter verantwortlich
In der kurdischen Autonomieregion im Nordirak hat ein schwerwiegender Angriff die Residenz des Präsidenten Nechirvan Barsani in der Stadt Duhok getroffen. Barsani bezeichnete den Vorfall gegenüber dem kurdischen Medienportal „Rudaw“ als eine gefährliche Eskalation, die die Stabilität des gesamten Iraks bedroht. Gleichzeitig wurden in der Region Kurdistan mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert, was die angespannte Sicherheitslage unterstreicht.
Verantwortung und Reaktionen
Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt, doch in der Vergangenheit hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak ähnliche Attacken auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten in einer offiziellen Stellungnahme „Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak“ für den Terroranschlag verantwortlich. Tommy Pigott, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, verurteilte die verabscheuungswürdigen Angriffe und betonte, dass diese Handlungen einen direkten Angriff auf die Souveränität, Stabilität und Einheit des Irak darstellen.
Barsani forderte laut „Rudaw“ die irakische Regierung auf, das Problem der illegalen, bewaffneten Gruppen ernsthaft anzugehen. Als Reaktion ordnete der irakische Ministerpräsident Mohammed al-Sudani die Einsetzung eines Komitees an, um den Vorfall zu untersuchen und mögliche Konsequenzen zu ziehen.
Internationale Verurteilung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Angriff ebenfalls scharf und sprach von einem inakzeptablen Akt, der eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung im Iran darstellt. Er betonte, dass alles unternommen werden müsse, um zu verhindern, dass der Irak in die gegenwärtige Eskalation hineingezogen wird. Diese internationale Besorgnis wird durch einen Vorfall Mitte März verstärkt, bei dem ein in der Kurdenregion stationierter französischer Soldat getötet wurde. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage hatte die Nato bereits zuvor das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt.
Die Situation im Nordirak bleibt somit äußerst fragil, mit potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die internationalen Beziehungen. Die Eskalation der Gewalt unterstreicht die dringende Notwendigkeit für diplomatische Lösungen und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, um weitere Angriffe zu verhindern.



