Miss Germany 2026: Neun Frauen mit Visionen im Finale
Die Miss Germany 2026 könnte eine Bundeswehrsoldatin, eine Biologin oder eine Fotografin sein. Am 7. März 2026 entscheidet sich das Finale in den Bavaria Studios in München. In diesem Jahr treten die Kandidatinnen nicht primär mit ihrem Aussehen, sondern mit ihren persönlichen Missionen und Visionen an. Über 3000 Frauen hatten sich beworben, 90 kamen in die engere Auswahl, und nun stehen neun Finalistinnen fest, die am 28. Februar im Reality-TV-Format „Road to Miss Germany presented by CUPRA“ vorgestellt werden.
Drei Frauen in Männerdomänen
Aileen Hufschmidt (33) aus Wuppertal dient seit zwölf Jahren bei der Bundeswehr. Als Soldatin will sie zeigen, dass Sicherheit, Freiheit und Demokratie keine reinen Männerthemen sind. Sie betont: „Die Bundeswehr formte mich zu der starken Frau, die ich jetzt bin. Ich wünsche mir, dass zukünftig noch mehr Frauen diesen Weg gehen.“
Rose Mondy (26) arbeitet als Streamerin und nutzt ihre Plattform, um über Themen wie Gleichberechtigung zu sprechen. Trotz anfänglicher Hänselei wegen Sprachfehlern hat sie sich in der männerdominierten Gaming-Branche durchgesetzt. „Meine Aussprache wurde zum Markenzeichen. Ich will Frauen Mut schenken, die an sich zweifeln.“
Stephie Braun (30) aus Berlin ist eine preisgekrönte Sportfotografin und setzt sich für mehr Diversität in ihrer Branche ein. Als einzige Fotografin am Spielfeldrand des FCB München fordert sie: „Zeit, dass sich das ändert. Verschiedene Perspektiven sind eine Bereicherung.“
Drei außergewöhnliche Gründerinnen
Amelie Reigl (31) aus Würzburg ist Biologin und züchtet mit ihrem Start-up menschliche Haut im Labor, um Tierversuche zu reduzieren. Sie will zeigen, dass Wissenschaft auf Leidenschaft basiert und Frauen ihre Emotionen nicht verstecken müssen. „Warum also Emotionen verstecken? Ich möchte Frauen ermutigen, sichtbar zu werden.“
Abina Ntim (37) aus Hamburg hat ein Unternehmen für Lockenpflege-Produkte gegründet und schließt damit eine Marktlücke im deutschsprachigen Raum. Sie warnt vor gefährlichen Inhaltsstoffen in ausländischen Produkten und motiviert andere Frauen: „Weniger zerdenken, mehr machen.“
Büsra Sayed (27) aus Berlin gründete eine Modemarke für Frauen, die sich modern und bedeckt kleiden wollen. Sie betont die Bedeutung von Qualität und Selbstbestimmung: „Mit meiner Teilnahme möchte ich Frauen zeigen, dass Selbstbestimmung unser Recht ist.“
Drei Frauen, die führen
Paula Daub (36) aus Hamburg arbeitet leitend im Vertrieb und kritisiert veraltete Führungsstile. Sie sagt: „Wir haben in Deutschland kein Talentproblem, sondern ein Führungsstilproblem. Chef sein heißt nicht brüllen, sondern Wohlwollen und Klartext.“
Anne Bäumler (36) aus Assenheim führt bei dm etwa 1000 Mitarbeiter und ist Mutter von drei Kindern. Für sie ist Muttersein keine Einschränkung, sondern eine Stärke. „Ich möchte jede Frau ermutigen, Karriere zu machen – ohne sie gegen Kinder auszuspielen.“
Amina Ben Bouzid (28) aus Wiesbaden gründete mit 21 ihre erste Firma und leitet heute eine Agentur für Unternehmensberatung. Als Älteste von fünf Schwestern will sie Mädchen motivieren: „Ich will, dass Mädchen bei Erfolgsgeschichten wie meiner denken: Ich kann das auch.“
Die neun Finalistinnen repräsentieren einen neuen Ansatz bei Miss Germany, bei dem nicht die Maße, sondern die Mission im Vordergrund steht. Sie alle eint der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und eine bessere Zukunft für Frauen in Deutschland zu gestalten.



