Miss Germany 2026: Neun Finalistinnen kämpfen um begehrten Titel
Am Samstag wird in den Bavaria Studios bei München die neue Miss Germany gekürt. Neun Frauen haben sich für das Finale des traditionsreichen Wettbewerbs qualifiziert, der sich in diesem Jahr fundamental neu ausrichtet. Unter den Finalistinnen befinden sich Unternehmerinnen, eine Biologin und eine Presseoffizierin der Bundeswehr – ein deutliches Signal für den Wandel des einstigen Schönheitswettbewerbs.
Vom Beauty-Contest zur Auszeichnung für zukunftsgestaltende Frauen
Die Miss Germany Studios, Veranstalter des Wettbewerbs, betonen, dass es nicht mehr um klassische Schönheitsideale geht. Stattdessen positionieren sie die Auszeichnung als Anerkennung für Frauen, „die Zukunft gestalten, entwickeln“ und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „Wir suchen nicht nach den nächsten Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen DAX-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen“, erklärt der Veranstalter. Dieser Neuausrichtung kommt besondere Bedeutung zu, da der Wettbewerb im kommenden Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert.
Vielfältige Finalistinnen mit beeindruckenden Profilen
Die neun Finalistinnen setzten sich aus über 2.600 Bewerberinnen durch und repräsentieren ein breites Spektrum an beruflichen Hintergründen:
- Amelie Reigl aus Würzburg: Die Biologin züchtet menschliche Haut, um Tierversuche in der Forschung zu reduzieren.
- Büsra Sayed aus Berlin und Amina Ben Bouzid aus Wiesbaden: Beide sind Unternehmerinnen und tragen als erste Finalistinnen in der Geschichte des Wettbewerbs Kopftuch.
- Weitere Finalistinnen umfassen weitere Unternehmerinnen und eine Presseoffizierin der Bundeswehr.
Live-Show am Vorabend des Weltfrauentags
Die Kür der neuen Miss Germany findet am Vorabend des Weltfrauentags in einer Live-Show statt, die auf Sixx und dem Streaming-Portal Joyn ausgestrahlt wird. Eingebettet ist das Finale in ein sogenanntes „Empowering Festival“, das Karriere, Austausch und Vernetzung von Frauen in den Mittelpunkt stellt. Dies unterstreicht den Bildungs- und Empowerment-Charakter, den der Wettbewerb nun verfolgt.
Amtierende Miss Germany als Vorbild für den Wandel
Die amtierende Miss Germany, Valentina Busik, verkörpert beispielhaft die neue Ausrichtung. Die Ärztin arbeitet mit Künstlicher Intelligenz und treibt die Digitalisierung im deutschen Gesundheitssystem voran. Sie entwickelte einen Avatar, der medizinischen Fachjargon rund um die Uhr in 40 Sprachen und Gebärdensprache übersetzt – ein Projekt, das Inklusion und technologischen Fortschritt verbindet. Ihr Engagement zeigt, wie der Titel heute genutzt wird, um gesellschaftlich relevante Themen voranzubringen.
Die Miss Germany Wahl 2026 markiert somit einen bedeutenden Wendepunkt: weg vom reinen Schönheitswettbewerb, hin zu einer Plattform für ambitionierte Frauen, die in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft etwas bewegen wollen.



