Solidaritätswelle für Collien Fernandes: 'Danke Collien'-Demo jetzt auch in Köln angekündigt
Solidaritätsdemo für Collien Fernandes nun auch in Köln

Solidaritätswelle für Collien Fernandes erreicht Köln

Die Solidaritätsbewegung für Schauspielerin Collien Fernandes (44) breitet sich weiter aus. Nach Demonstrationen in Berlin und angekündigten Protesten in Hannover und Hamburg gibt es nun einen Aufruf zur Teilnahme an einer 'Danke Collien'-Demonstration in Köln. Die Versammlung wurde laut Polizeiangaben am 22. März von einer Privatperson angemeldet und soll am 28. März von 13 bis 15 Uhr unter dem Motto 'Gegen patriarchalische Gewalt' stattfinden.

Organisatoren und Hintergründe der Kölner Demonstration

Während die Demo in Hannover von der Partei Bündnis 90/Die Grünen initiiert wurde, steht hinter der Versammlung in Köln unter anderem der Verein 'Feminist Law Clinic'. Dieser bietet laut eigener Homepage kostenlose, feministische Rechtsberatung für Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen an. Die in sozialen Medien vielfach geteilte Botschaft zu einem Plakat mit der Aufschrift 'Danke Collien' macht deutlich: 'Die Erfahrungen von Collien Fernandes zeigen einmal mehr, was wir längst wissen: Der Schutz für Betroffene sexualisierter Gewalt ist in Deutschland unzureichend.'

Die Organisatoren kritisieren fehlende klare Gesetze und echte Konsequenzen für Täter, sowohl online als auch offline. Ihre Botschaft endet mit dem Aufruf: 'Das reicht nicht. Und wir schweigen nicht länger. Lasst uns auf die Straßen gehen: für Solidarität, Gerechtigkeit und echten Schutz.'

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Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen und politische Solidarität

Collien Fernandes, bekannt aus Serien wie 'Traumschiff', hatte im 'Spiegel' schwere Vorwürfe gegen ihren Exmann Christian Ulmen (50) erhoben und ihn angezeigt. Die Vorwürfe betreffen unter anderem Identitätsdiebstahl. Laut Fernandes soll Ulmen sich jahrelang im Internet als sie ausgegeben und Kontakte mit Männern gepflegt haben, wobei auch pornografische Inhalte geteilt worden sein sollen.

Seit Fernandes diese Vorwürfe öffentlich gemacht hat, solidarisierten sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen mit ihr. Auch Politikerinnen wie Saskia Esken (SPD), Lisa Paus und Katrin Göring-Eckardt (beide Bündnis 90/Die Grünen) demonstrierten gemeinsam mit Tausenden anderen auf den Straßen Berlins gegen sexualisierte Gewalt.

Rechtliche Auseinandersetzungen und Unschuldsvermutung

Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Auf eine Anfrage der BILD zu den Vorwürfen antwortete Ulmen bisher nicht persönlich. Sein Anwalt teilte jedoch in einem Informationsschreiben mit: 'Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den 'Spiegel' rechtliche Schritte einzuleiten.' Es würden 'unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung' verbreitet.

Die anhaltende Debatte zeigt, wie tiefgreifend die Fragen um sexualisierte Gewalt, Opferschutz und rechtliche Konsequenzen in der deutschen Gesellschaft verankert sind. Die Demonstrationen in mehreren deutschen Städten unterstreichen den wachsenden Druck auf Politik und Justiz, diese Themen ernsthaft anzugehen und strukturelle Verbesserungen umzusetzen.

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