Jugendliche verwandeln Fassade in Rehna mit farbenfrohem Graffiti-Kunstwerk
In der Klosterstadt Rehna entsteht ein neuer Treffpunkt für junge Menschen, der bereits von Weitem sichtbar ist. Gemeinsam mit dem erfahrenen Schweriner Künstler Tino Bittner haben Jugendliche eine beeindruckende Graffiti-Fassade für ihren künftigen Jugendclub Base 2.0 gestaltet. Das farbenfrohe Kunstwerk zeigt einen riesigen Namenszug und symbolträchtige Motive, die die Wand des Gebäudes schmücken und bereits jetzt Vorfreude auf die Eröffnung wecken.
Base 2.0 soll im Frühsommer 2026 seine Türen öffnen
Die jungen Bewohner Rehnas können den Start ihres neuen Jugendclubs kaum erwarten. Nach Angaben der Jugendsozialarbeiterin Alina Höllein sollen die Räumlichkeiten im Mai oder spätestens Juni 2026 bezogen werden. „Wir drücken ganz fest die Daumen, dass wir im Mai, spätestens Juni dieses Jahres in den Jugendclub können“, erklärt Höllein. Aktuell müssen noch letzte bürokratische Hürden überwunden werden, bevor die Jugendlichen ihre eigenen vier Wände gestalten können.
Eine Workshop-Teilnehmerin äußerte ihre Begeisterung: „Ich freue mich schon jetzt darauf, dass wir hier künftig einen Ort haben, an dem wir uns ohne Diskriminierung frei entfalten können.“ Ein anderer Jugendlicher betonte den Wunsch nach kreativer Entfaltung außerhalb des normalen Alltags.
Graffiti-Workshop als Teil des Projekts „Zukunft gestalten“
Der Gestaltungsworkshop mit Künstler Tino Bittner war der Abschluss des umfassenden Projekts „Zukunft gestalten“, das bereits im Januar 2026 mit einem Besuch im Berliner Museum Futurium begann. Im Februar folgte eine Ideenschmiede zur Innengestaltung des künftigen Jugendclubs. Insgesamt wirkten mehr als 30 Jugendliche an dem Projekt mit, das durch das Förderprogramm „Aller.Land“ unterstützt wurde.
„Es ist das erste sichtbare Zeichen dafür, dass dies hier der Jugendclub wird“, betont Jugendsozialarbeiterin Alina Höllein. Zwölf Jugendliche nahmen speziell am Graffiti-Workshop teil, bei dem der Schriftzug Base 2.0 und verschiedene Symbole entstanden.
Symbolik des Graffitis und Bedeutung des Namens
Künstler Tino Bittner erläutert die tiefere Bedeutung des Kunstwerks: „Da dies hier schon einmal der Jugendclub war, fiel die Wahl auf die Bezeichnung Base 2.0.“ Die gestalteten Symbole tragen besondere Botschaften:
- Eine Pinselpalette steht für Kreativität und künstlerische Entfaltung
- Eine Zitronenscheibe symbolisiert die Frische und Lebendigkeit der Jugend
- Zwei Flügel repräsentieren den Start in die Welt und neue Möglichkeiten
Bittner betont, dass es im Workshop auch darum ging, die Vorstellungen und Wünsche der Jugendlichen für ihren künftigen Treffpunkt zu bündeln – einen Ort, der für sie ein sicheres Zuhause werden soll.
Unterstützung aus der Wirtschaft und Gemeinde
Erste praktische Hilfe erhielten die Jugendlichen vom Büromöbelhersteller Palmberg, der Sachspenden zur Verfügung stellte. Die jungen Menschen organisierten bereits selbstständig Einrichtungsgegenstände wie einen Kickertisch, Dartscheiben und Kuchenformen. Was noch fehlt, sind zwei gemütliche Sofas, die sich die Jugendlichen besonders wünschen.
Für die Zukunft planen die Club-Mitglieder zahlreiche gemeinsame Aktivitäten:
- Gemütliche Grillabende im Freien
- Gemeinsame Ausflüge in die Umgebung
- Open-Air-Kino-Veranstaltungen
Bürgermeister begrüßt Initiative für Jugendliche
Rehnas Bürgermeister Martin Reininghaus zeigt sich erfreut über das Engagement: „Wir haben die vergangenen Jahre damit zugebracht, die Jugendlichen von A nach B zu scheuchen, weil sie angeblich überall stören. Es ist daher richtig toll, dass unsere Jugendsozialarbeiterin das hier für die jungen Leute mit anschiebt.“ Er hofft, dass der Jugendclub einen festen Anlaufpunkt für die Jugend der Stadt bietet.
Bis zur Eröffnung des Base 2.0 nutzen die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren alternative Treffpunkte wie die Stadtbibliothek oder die Küche des Gerichtssaals im Rehnaer Kloster. Doch alle Beteiligten sind sich einig: Der neue Jugendclub mit seiner markanten Graffiti-Fassade wird bald zum Mittelpunkt des jugendlichen Lebens in Rehna werden.



