10,5 Jahre Haft für Polizisten-Tod: Gericht spricht von Rennen
10,5 Jahre Haft für Polizisten-Totraser

Das Landgericht Cottbus hat am Mittwochmorgen im Fall des getöteten Polizisten Maximilian Stoppa sein Urteil gesprochen. Der Angeklagte Dawid K. (37) wurde nicht wegen Mordes, sondern wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Eine lebenslange Freiheitsstrafe, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, blieb aus.

Richter spricht von Rennen, nicht von Mord

Richter Frank Schollbach begründete das Urteil damit, dass die Tat nicht als Mord zu werten sei. Es habe sich um ein illegales Straßenrennen gehandelt, bei dem der Polizist ums Leben kam. Die Staatsanwaltschaft hatte auf lebenslange Haft wegen Mordes plädiert, doch das Gericht folgte dieser Argumentation nicht.

Der Vorfall

Maximilian Stoppa, ein 32-jähriger Polizist, starb im Dienst in Brandenburg. Er wurde bei einem Einsatz von Dawid K. erfasst und tödlich verletzt. Der Angeklagte, ein polnischer Staatsbürger, hatte sich nach der Tat gestellt. Die genauen Umstände des Unfalls waren Gegenstand der Verhandlung.

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Reaktionen auf das Urteil

Die Polizeigewerkschaft zeigte sich enttäuscht über das milde Urteil. „Der Tod eines Kollegen im Dienst muss härter bestraft werden“, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Auch die Familie des Opfers äußerte sich bestürzt. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil zu akzeptieren, während die Staatsanwaltschaft eine Revision prüft.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es bleibt abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft in Revision geht. Der Fall hat in Brandenburg für großes Aufsehen gesorgt und erneut die Diskussion über die Strafen für illegale Autorennen entfacht.

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