Berlin-Neukölln: 12-Jähriger gesteht Angriff nach Fahndungsaufruf der Bundespolizei
12-Jähriger gesteht Angriff in Berlin-Neukölln

Berlin-Neukölln: 12-Jähriger gesteht Angriff nach Fahndungsaufruf

In einem schockierenden Vorfall in Berlin-Neukölln hat sich ein 12-Jähriger als mutmaßlicher Täter bei der Bundespolizei gemeldet. Der Jugendliche soll am Sonntagabend einen 26-Jährigen an der Bahnhofstreppe der Hermannstraße angegriffen haben, während drei weitere Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren den Angriff mit ihren Handys filmten. Das Opfer stürzte die Treppe hinunter und musste mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Polizeiliche Ermittlungen und Geständnis

Die Bundespolizei bestätigte auf Anfrage, dass sich der 12-Jährige aufgrund des öffentlichen Fahndungsaufrufs gemeinsam mit seiner Mutter bei den Behörden stellte. Aufgrund seines Alters wurde er nicht vernommen, sondern lediglich befragt. Die drei weiteren Jungen meldeten sich als Zeugen und wurden ebenfalls befragt. Bislang werden sie nicht als Mittäter geführt, und es liegen nach aktuellem Stand keine Hinweise auf ein politisches Motiv vor.

Details zum brutalen Vorfall

Laut Polizeiangaben sprach das Opfer zunächst vor dem Bahnhof Hermannstraße eine Gruppe von vier Jugendlichen an. Als der 26-Jährige in den Bahnhof ging, folgten ihm die Jugendlichen zu einer Treppe. Drei von ihnen begannen zu filmen, während der vierte dem Mann gezielt in den Rücken sprang und ihn so die Stufen hinunterstieß. Die Bundespolizei wertete Videos aus Überwachungskameras aus, die den Angriff dokumentierten. Nach der Tat flüchteten die Jugendlichen, was zur Veröffentlichung eines Fahndungsaufrufs führte.

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Erinnerungen an frühere Gewalttat

Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Angriff im selben Bahnhof im Oktober 2016, bei dem ein Mann einer jungen Frau in den Rücken trat und sie schwer verletzte. Damals sorgten veröffentlichte Videoaufnahmen für Entsetzen und Schlagzeilen. Der Täter wurde später zu einer knapp dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt, nachdem Gutachten Schädigungen durch einen Unfall und starken Drogenkonsum festgestellt hatten.

Die aktuelle Tat unterstreicht erneut die Herausforderungen von Jugendgewalt in Berlin und wirft Fragen nach Präventionsmaßnahmen auf. Die Bundespolizei setzt ihre Ermittlungen fort, während das Opfer sich im Krankenhaus von seinen Verletzungen erholt.

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