Aus einem Nebenarm des Hohen Sprenzer Sees im Landkreis Rostock haben Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk einen versenkten VW-Kleintransporter geborgen. Das Besondere: Der Wagen lag mehrere Jahre auf dem Seegrund und wurde vor mehr als 20 Jahren als gestohlen gemeldet. Die Polizei prüft nun, ob nach so langer Zeit noch ein Verantwortlicher gefunden werden kann.
Keine Personen im Inneren
Wie die Beamten mitteilten, wurde der VW T4 im August 2004 als gestohlen gemeldet. 21 Jahre später, im August 2025, ging bei der Polizei ein anonymer Hinweis ein, dass sich das Fahrzeug im Hohen Sprenzer See befinden könnte. Bei einem ersten Großeinsatz einen Monat später lokalisierten die Beamten das Fahrzeug tatsächlich.
Taucher untersuchten den Kleinbus unter Wasser und konnten ausschließen, dass sich Personen im Inneren befanden. Erste Ermittlungen begannen. Da eine Bergung Ende 2025 nicht möglich war, wurde sie nun am vergangenen Samstag durchgeführt.
Neben dem Technischen Hilfswerk und der Polizei waren auch Taucher der Berufsfeuerwehr Rostock im Einsatz. Gemeinsam gelang es ihnen, den seit Jahren im See liegenden VW T4 zu bergen.
Ermittlungen laufen – Halter verstorben
Der Halter des im Bereich Nordwestmecklenburg gestohlenen Wagens ist inzwischen verstorben, so die Polizei. Die Beamten haben ein Ermittlungsverfahren wegen Gewässerverunreinigung eingeleitet und versuchen, einen Verantwortlichen zu finden. Allerdings dürfte dies nach 22 Jahren sehr schwierig werden.
Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Der Fall zeigt, dass selbst nach Jahrzehnten noch ungeklärte Kriminalfälle auftauchen können.



