Über 500 Rechtsextremisten mit Haftbefehl gesucht: Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums
500+ Rechtsextremisten mit Haftbefehl gesucht

Mehr als 500 Rechtsextremisten mit Haftbefehl gesucht: Neue Zahlen offenbaren Problem

Die Zahl der gesuchten Rechtsextremisten in Deutschland erreicht einen besorgniserregenden Höchststand. Laut aktuellen Daten des Bundesinnenministeriums, die auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion zurückgehen, waren zum Stichtag 30. September 2025 insgesamt 515 Personen aus der rechtsextremen Szene mit offenen Haftbefehlen gesucht. Insgesamt lagen zu diesem Zeitpunkt 688 Haftbefehle gegen diese Personen vor.

Reichsbürger und Selbstverwalter im Fokus

Zusätzlich zu den Rechtsextremisten wurden am selben Stichtag 185 sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter mit insgesamt 242 offenen Haftbefehlen gesucht. Diese Gruppe lehnt den Staat ab und gilt als rechtsextrem und antisemitisch, was die Sicherheitsbehörden vor besondere Herausforderungen stellt.

Straftaten und Gewaltdelikte bleiben hoch

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr bundesweit 36.951 rechtsextreme Straftaten, darunter 1.395 Gewaltdelikte. Im Vergleich zum Vorjahr 2024, als die Zahlen mit 42.788 Straftaten und 1.488 Gewalttaten höher lagen, zeigt sich zwar ein leichter Rückgang, doch die Lage bleibt angespannt. Besonders alarmierend sind sechs versuchte Tötungsdelikte, die die Gewaltbereitschaft der Szene unterstreichen.

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Grüne fordern entschlossenes Handeln

Für Irene Mihalic, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, sind diese Zahlen kein Grund zur Entwarnung. "Fast 37.000 Delikte zeigen, wie massiv das Problem weiterhin ist", betonte sie. Sie drängt den Bundesinnenminister zu konsequentem Vorgehen:

  • Offene Haftbefehle müssen umgehend vollstreckt werden.
  • Rechtsextreme sollten konsequent entwaffnet werden.
  • Gegen Reichsbürger muss strenger vorgegangen werden, um die staatliche Ordnung zu schützen.

Die neuen Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, rechtsextreme Netzwerke effektiv zu bekämpfen und die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

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