Formel-1-Beben: Audi verliert Teamchef Wheatley nach nur zwei Rennen – Wechsel zu Aston Martin?
Audi verliert Teamchef Wheatley nach zwei Rennen

Früher Abgang bei Audi: Formel-1-Teamchef Wheatley verlässt Rennstall nach nur zwei Saisonrennen

In der Formel 1 hat es einen überraschenden Führungswechsel gegeben. Der deutsche Automobilhersteller Audi muss beim neu aufgestellten Werksteam bereits nach lediglich zwei Saisonrennen den Teamchef austauschen. Der Brite Jonathan Wheatley verlässt den Rennstall mit sofortiger Wirkung. Offiziell werden dafür persönliche Gründe angegeben.

Interimslösung und möglicher Wechsel zu Aston Martin

Als Übergangslösung übernimmt Mattia Binotto, der Leiter des gesamten Formel-1-Projekts bei Audi, zusätzlich die Aufgaben des Teamchefs. Der 56-jährige Italiener bringt Erfahrung aus seiner Zeit als Ferrari-Teamchef mit, wo er unter anderem die Trennung von Sebastian Vettel durchsetzte. Audi kündigte an, die künftige Führungsstruktur zu einem späteren Zeitpunkt festzulegen und die Organisationsstrukturen weiterzuentwickeln.

Medienberichten der Fachportale »Autosport« und der BBC zufolge steht Wheatley möglicherweise vor einem Wechsel zum Konkurrenten Aston Martin. Dort soll er die Aufgaben von Adrian Newey als Teamchef übernehmen, damit sich das als Design-Genie verehrte Techniktalent vollständig auf die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Rennwagens konzentrieren kann.

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Probleme bei Aston Martin und persönliche Motive

Bei Aston Martin läuft die Saison bisher katastrophal. Wegen gravierender Probleme mit dem Motorenpartner Honda konnte noch keiner der beiden Piloten ein Rennen zu Ende fahren. Besonders schwerwiegend sind die von der Power Unit ausgehenden Vibrationen, die für die Fahrer über eine gesamte Renndistanz nicht zu ertragen sind.

Zudem soll Wheatley laut Berichten daran interessiert sein, seinen Lebensmittelpunkt vom Teamsitz in der Schweiz wieder zurück in seine englische Heimat zu verlegen. Ob er sofort verfügbar wäre oder zunächst wegen vertraglicher Regelungen eine Pause einlegen müsste, bleibt offen.

Wheatleys Karriere und Audis Aufbauphase

Der 58-jährige Wheatley hatte das Amt bei Audi vor knapp einem Jahr übernommen, als der Rennstall noch unter dem Namen Sauber antrat. Zuvor arbeitete er lange Jahre für Red Bull Racing und feierte in verschiedenen Führungspositionen mehrere Weltmeistertitel mit dem Team. Sein überraschender Abschied trifft Audi mitten im Aufbauprozess – auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem deutschen Stammpiloten Nico Hülkenberg.

Bei Aston Martin hat Eigner Lawrence Stroll bereits hunderte Millionen Euro in den Rennstall investiert. Doch kurz vor Saisonstart räumte Stardesigner Adrian Newey ein, dass sogar Spiegel abfallen könnten und die Fahrer dadurch gefährdet sein könnten. Die Probleme des Autos sind somit vielfältig und tiefgreifend.

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