Mehr als 65 Kilogramm mutmaßliche Drogen haben Ermittler bei ad-hoc Durchsuchungen in Rostock und im Landkreis Rostock sichergestellt. Der groß angelegte Einsatz folgte auf monatelange Ermittlungen, wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilte. Die Maßnahmen fanden bereits am 7. Mai an zwei Wohnadressen in der Hansestadt sowie an einem weiteren Ort im Landkreis statt. Auslöser waren Hinweise auf eine bevorstehende Lieferung oder Umlagerung größerer Mengen der mutmaßlichen Betäubungsmittel.
Ermittlungen wegen bandenmäßigem Drogenhandel
Laut einer Polizeisprecherin richteten sich die Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln. Die Durchsuchungsbeschlüsse waren zuvor von der Staatsanwaltschaft Rostock beim Amtsgericht beantragt worden.
Neben den sichergestellten Drogen fanden die Einsatzkräfte Bargeld im niedrigen sechsstelligen Bereich, Utensilien zum Anbau und Vertrieb, mehrere Mobiltelefone, Datenträger sowie Schlagwerkzeuge. Die sichergestellten Substanzen werden derzeit kriminaltechnisch untersucht, um Art, Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt festzustellen. Genauere Angaben zu den Drogen liegen noch nicht vor.
Nach Angaben der Ermittler handelt es sich im Zuständigkeitsbereich der Rostocker Kripo um einen außergewöhnlichen Sicherstellungserfolg. Noch am Donnerstag wurden die drei Beschuldigten im Alter von 21 und 22 Jahren vorläufig festgenommen. Das Amtsgericht Rostock erließ am Freitag Haftbefehle. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.



