Massiver Schafdiebstahl im Jerichower Land: 65 trächtige Tiere entwendet
In einem besonders schwerwiegenden Fall von Viehdiebstahl haben unbekannte Täter in der Nacht auf Sonntag 65 trächtige Schafe von einem Grundstück mit Stallanlage in Möckern im Landkreis Jerichower Land gestohlen. Die Polizei ermittelt aktuell wegen besonders schweren Diebstahls und schätzt den entstandenen Schaden auf einen unteren fünfstelligen Betrag.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Laut Polizeiangaben brachen die Diebe ein Vorhängeschloss auf, um Zugang zu den Tieren zu erhalten. Die gestohlenen Schafe befanden sich in einem fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium, was den wirtschaftlichen Verlust für den betroffenen Landwirt erheblich erhöht. Die Ermittler gehen von einem gezielten und professionell ausgeführten Diebstahl aus, da das Entfernen einer solch großen Anzahl von Tieren logistischen Aufwand erfordert.
Serie von Schafdiebstählen in Deutschland
Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Viehdiebstählen in der Bundesrepublik ein. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Schafe oder ganze Herden entwendet:
- Im Dezember wurden in Hambergen in Niedersachsen etwa 70 Schafe von einer Weide gestohlen.
- Im Oktober entwendeten Täter elf hochtragende Schafe aus einem Stall im Landkreis Goslar.
- Anfang des vergangenen Jahres wurden im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein 29 trächtige Mutterschafe von einer Weide geklaut.
Diese Vorfälle verdeutlichen ein anhaltendes Problem in der landwirtschaftlichen Kriminalität, das sowohl ökonomische als auch emotionale Folgen für die betroffenen Betriebe hat.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Polizei des Jerichower Landes führt die Ermittlungen mit Hochdruck fort und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die in der fraglichen Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zu dem Fall besitzen, werden aufgefordert, sich bei den zuständigen Behörden zu melden. Der Diebstahl von Nutztieren stellt nicht nur einen erheblichen materiellen Schaden dar, sondern gefährdet auch das Wohlergehen der Tiere und die Existenzgrundlage der Landwirte.



