US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat vor dem Senat die horrenden Kosten des Irankriegs verteidigt und Berichte über leere Waffenlager zurückgewiesen. Seit dem 28. Februar tobt der Konflikt, und die Ausgaben steigen täglich. Am Dienstag bezifferte das Pentagon die Kosten auf 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro), vier Milliarden mehr als Ende April. Hegseth forderte für das kommende Jahr einen Rekordhaushalt von 1,5 Billionen Dollar, 50 Prozent mehr als im laufenden Jahr.
Hegseth weist Engpässe zurück
Vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses erklärte Hegseth: „Wir wissen genau, was wir haben. Wir verfügen über reichlich von dem, was wir brauchen.“ Die Debatte über die Vorräte sei „törichterweise und wenig hilfreich übertrieben“ worden. Generalstabschef Dan Caine ergänzte, die Regionalkommandos meldeten ausreichende Munitionsvorräte für die derzeitigen Missionen.
Senator Kelly warnt vor Schwierigkeiten
Demokrat Senator Mark Kelly hatte am Wochenende erklärt, die Munitions- und Raketenvorräte seien stark aufgezehrt. Es sei „schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben“, sagte er in der CBS-Sendung „Face The Nation“. Er warnte, die USA könnten bei einem längeren Angriff ihr Land nicht verteidigen. Das Pentagon hatte Kelly über Bestände von Tomahawk-, ATACMS-, SM-3- und Patriot-Raketen informiert.
Steigende Kosten und Haushaltsforderungen
Pentagon-Finanzchef Jules Hurst nannte die aktualisierten Kosten von 29 Milliarden Dollar bei einer Haushaltsanhörung. Inoffizielle Schätzungen gehen von noch höheren Summen aus. Hegseths geplanter Rekordhaushalt von 1,5 Billionen Dollar soll unter anderem die „Goldene Flotte“ moderner Kriegsschiffe und den Raketenabwehrschirm „Golden Dome“ finanzieren. Die Zustimmung des Kongresses steht noch aus, und selbst in Trumps Republikanern gibt es Skepsis.
Angriff auf kuwaitische Insel
Irans Revolutionswächter sollen eine zu Kuwait gehörende Insel angegriffen haben. Sechs bewaffnete Männer näherten sich der Insel Bubijan mit einem Fischerboot, zwei flohen, vier wurden festgenommen. Sie gestanden, für die IRGC gehandelt zu haben. Kuwait bestellte den iranischen Botschafter ein, Iran wies die Vorwürfe zurück. Die Insel liegt nahe der Grenze zu Irak und Iran; China baut dort einen Hafen im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“.



