92-Jähriger überraschend zum Ehrenbürger von Lychen ernannt
92-Jähriger wird Ehrenbürger von Lychen

Überraschung gelungen: Niemals hätte Horst Jähnke damit gerechnet, dass man ihn zum Ehrenbürger der Stadt Lychen ernennen würde. Und dann noch an einem Tag, an dem das 120-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lychen gefeiert wurde. Einer Wehr, der der 92-Jährige seit mehr als sieben Jahrzehnten angehört.

Gäste applaudieren spontan

Lychens Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos) hatte es spannend gemacht, als sie am 1. Mai beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr ihre Rede begann: „Wir ehren heute einen Menschen, der unseren Respekt und unsere Anerkennung verdient hat.“ Als sie Horst Jähnkes Namen nannte, ging ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Spontan setzte Applaus ein.

„Lieber Horst, mit Deinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Lychen begann eine Ära. 77 Jahre im Dienst der Allgemeinheit zu sein, ist ein Zeitfenster, das man sich nur schwer vorstellen kann. Während andere sich zur Ruhe gesetzt haben, warst Du immer zur Stelle“, so die Bürgermeisterin. Horst Jähnke sei ein Mann fürs Praktische, ein Anpacker, der als Mitglied der Lychener Feuerwehr immer einen Blick über den Tellerrand der Stadt hinaus wagte, würdigte sie seine Leistungen. Auch für Karola Gundlach ein besonderer Moment: Sie kämpfte mit den Tränen. „Ich bedanke mich für diese Wertschätzung“, reagierte Horst Jähnke auf die Auszeichnung. Er ist der fünfte Ehrenbürger der Stadt Lychen.

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Ein Leben für die Feuerwehr

Woher seine Affinität für die Feuerwehr rührt, verriet der 92-Jährige, der von 1992 bis 1998 Wehrführer war, wenig später im Gespräch mit dem Nordkurier. „1941 brannte die Tischlerei unseres Vaters aus. Das hat mich als Kind geprägt. Anderen zu helfen, wenn sie in Gefahr sind und sich selbst nicht mehr helfen können, das wollte ich auch.“ Am 1. Juli 1949 trat er in die Lychener Feuerwehr ein. Die technischen Hilfsmittel seien damals bescheiden gewesen: „In den 1950er Jahren besorgten wir uns ein Autowrack und reparierten es. Drei Jahre lang hat es uns bei Einsätzen gute Dienste geleistet.“ Stichwort Technik: „Was sich in diesem Bereich in den vergangenen 20 bis 25 Jahren getan hat, ist enorm. Ganz zu schweigen von den neuen Methoden in Einsatzfällen.“

Ein passendes Geschenk

Was schenkt man einem Feuerwehrmann, der zum Ehrenbürger ernannt wurde? „Eine Fahrt ins Feuerwehrmuseum Kunow mit drei Begleitpersonen. Dort gibt es eine Führung. Anschließend geht es weiter mit einem Barkas B 1000 nach Schwedt, wo Ihr Euch die neue Feuerwache ansehen könnt. Es folgt ein Besuch bei der Werksfeuerwehr des PCK“, verkündete Jan Genschow, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Lychen e. V.

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