Alarm im Berliner Kriminalgericht Moabit - Gewaltausbruch bei Berufungsverhandlung
Alarm in Berliner Gericht nach gewalttätigem Streit

Gewalttätige Auseinandersetzung vor Berliner Gericht löst Alarm aus

Ein gewaltsamer Streit am Rande einer Berufungsverhandlung hat am Berliner Kriminalgericht Moabit zu einem umfangreichen Polizeieinsatz und der Auslösung des Gebäudealarms geführt. Etwa zwanzig Personen gerieten vor dem Eingangsbereich des Gerichtsgebäudes aneinander, wie ein Polizeisprecher detailliert mitteilte. Bei der tumultartigen Auseinandersetzung wurden sieben Beteiligte leicht verletzt, bevor die Sicherheitskräfte eingreifen konnten.

Polizei nimmt sieben Personen fest - Messerangriff gemeldet

Die Polizei wurde mit der Meldung alarmiert, dass bei dem Vorfall ein Messer im Einsatz sei. Bei ihrem Eintreffen konnte jedoch keine solche Waffe aufgefunden werden, wie der Sprecher präzisierte. Dennoch wurden sieben Personen vorläufig festgenommen, von denen zwei zur Gefangenensammelstelle überstellt wurden. Die übrigen Beteiligten wurden nach der Identitätsfeststellung vor Ort wieder entlassen.

Gerichtsbetrieb wird unterbrochen - Justizwachtmeister im Einsatz

Im Kriminalgericht selbst ertönte der Alarm, woraufhin Justizwachtmeister sofort herbeieilten. Wie eine Gerichtssprecherin erläuterte, wurde das gesamte Gebäude für die Öffentlichkeit geschlossen und laufende Prozesse mussten vorübergehend unterbrochen werden. Die gewalttätige Auseinandersetzung fand zwar primär vor dem Gebäude statt, erstreckte sich jedoch bis in den Eingangsbereich, was die Sicherheitsmaßnahmen notwendig machte.

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Hintergrund: Berufungsverhandlung nach brutaler Tat von 2017

Hintergrund des Vorfalls war offensichtlich eine Berufungsverhandlung im Saal 820 des Gerichts. Zwei Brüder im Alter von 39 und 37 Jahren waren im Jahr 2017 wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung zu Haftstrafen von dreieinhalb bzw. drei Jahren verurteilt worden. Das Urteil basierte auf einer besonders brutalen Tat, bei der den Angaben des Gerichts zufolge einer Frau mit einem Messer der Daumen abgeschnitten worden war.

Eskalation in der Verhandlungspause - Strafen reduziert

In einer Pause der Berufungsverhandlung eskalierte der Konflikt zwischen den Prozessbeteiligten vor dem Gerichtsgebäude. Ob die beiden Angeklagten selbst an der Auseinandersetzung beteiligt waren, konnte zunächst nicht abschließend geklärt werden. Die Polizei blieb über einen längeren Zeitraum vor Ort, um weitere Zwischenfälle zu verhindern. Am späten Mittag wurde der Prozess schließlich fortgesetzt und beendet. Das Berufungsgericht reduzierte die Strafen für die Brüder auf Bewährungsstrafen von einem Jahr und elf Monaten sowie einem Jahr und acht Monaten.

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